Hinter der Maske - Im Gespräch mit Hajo Schüler und Michael Vogel von der Company Familie Flöz

Shownotes

In dieser Folge schauen wir hinter die Masken von Familie Flöz. Dort befinden sich unter anderem Hajo Schüler und Michael Vogel, die diese multinationale Company Anfang der 90er mit gegründet haben und sie leiten. Mit ihrem stummen Maskentheater begeistert Familie Flöz über Sprachgrenzen hinweg ihr Publikum - und das weltweit! Im Podcast berichten Hajo und Michael, wie Familie Flöz entstanden ist, wie sie ihre unverkennbare Form des Maskenspiels gefunden und ausgebaut haben und wie die Arbeitsweisen mit einer so großen Truppe funktionieren, zu der fast 30 Mitglieder in einer sich immer ändernden Besetzung gehören. Und was erlebt man eigentlich so auf Tour, wenn man fast überall auf der Welt spielen kann?

Der Podcast HÄNDE HOCH folgt Lebenswegen und Umwegen von Menschen zur Puppe. Viele spannende Gäste aus der Szene der zeitgenössischen Puppenspielkunst stehen Rede und Antwort. Die dritte Staffel HÄNDE HOCH wird produziert von Regisseurin und Professorin Roscha A. Säidow und Puppenspielstudentin Paula Engel. Mit freundlicher Unterstützung der Abteilung für zeitgenössische Puppenspielkunst der HfS Ernst Busch und dem Projekt Puppet Partners International.

Diese dritte Staffel läuft seit dem 13.04.2026. Sounddesign und Schnitt: Roscha A. Säidow Eine Produktion von Roscha A. Säidow und Paula Engel Mit freundlicher Unterstützung der HfS Ernst Busch.

LINKS ZUR FOLGE: Zeitgenössische Puppenspielkunst der HfS Ernst Busch: https://www.hfs-berlin.de/studium/puppenspielkunst

Familie Flöz: https://www.floez.net

Studio Flöz: https://studio.floez.net

Hände Hoch auf Instagram @haende_hoch

Transkript anzeigen

00:00:11: Hallo und herzlich willkommen zu Folge.

00:00:13: einundzwanzig von Hände hoch.

00:00:16: Heute steht die Maske im Zentrum unseres Gesprächs, denn wir haben zu Gast Familie Flöts genauer die beiden Gründer der Company Michael Vogel und Haio Schüler.

00:00:27: Wir sprechen darüber warum Flötes wie das Mutterschiff und die Familie wie ein Planetensystem funktioniert was Frank Kastoff mal auf einer öffentlichen Probe zu ihnen gesagt hat Wie sich Michael Vogel in die Kunst flüchtete und so erfolgreich der Übernahme des elterlichen Elektrobetriebs entkam.

00:00:45: Und an welcher Stelle im Probenprozess eigentlich die Masken ins Spiel kommen?

00:00:51: Ich bin Roscha Asseidorf, Regisseurin freie Künstlerin und Professorin für zeitgenössische Puppenspielkunst an der HFS Ernst

00:00:57: Busch.

00:00:58: Und ich bin Paula Engl, Puppen-Spielstudentin im vierten Studienjahr an der Busch!

00:01:23: Hallo und herzlich willkommen bei Hände hoch, dem Podcast über Menschen hinter Puppen.

00:01:28: Aber heute schauen wir nicht hinter Pappen sondern hinter Masken!

00:01:32: Denn wir haben zu Gast die kreativen Köpfe einer Company, die sich seit den glorreichen Neunzigern mit der Maske als theatrale Mittel beschäftigt und damit überhaupt erfolgreich um die Welt tut.

00:01:44: Die Rede ist von Familie Flöts.

00:01:47: Hier mit uns im Studio sind die beiden künstlerischen Leiter der Company, Michael Vogel und Hajo Schühler.

00:01:53: Schön dass ihr da seid und herzlich willkommen bei Hände

00:01:55: hoch!

00:01:56: Hallo!

00:01:57: Ja ein herzliches Willkommen auch von mir hier im Tonstudio in der HFS Ernst Busch in Berlin.

00:02:02: Lieber Michael, lieber Hajo... Ihr tuet Kreuz und Quer durch Europa und um die Welt mit euren Produktionen der Familie Flöts.

00:02:10: Wohin führten euch denn die letzten Gastspiele so?

00:02:13: Und an was arbeitet ihr denn gerade momentan?

00:02:16: Das letzte Gastspiel war letztes Wochenende in Wien.

00:02:20: Und davor... Ich glaube, in Italien ... Nee!

00:02:26: Wir waren im deutschen Theater Göttingen und davor in Duisburg.

00:02:33: Ich weiß immer mehr was kommt als das was war.

00:02:36: Und an was arbeitet ihr gerade?

00:02:38: Also wir kommen tatsächlich grad von so den ersten Proben von einem neuen Projekt, einer neuen Produktion.

00:02:45: Die kommt erst im Herbst raus Anfang Oktober und jetzt hatten wir so ein paar Tage ein bisschen Kick-Off den ersten kurzen Probenblock.

00:02:55: drei Tage gearbeitet mit dem ganzen Ensemble und morgen und übermorgen noch mit den Musikern.

00:03:01: also es wird ein Projekt mit Musik.

00:03:04: Wir machen das zusammen mit einem Theater in Hamburg.

00:03:06: genau der Arbeitstitel ist Wunder.

00:03:09: Ihr als Leitungsduo leitet ja die Kompanie gemeinsam, habt aber sehr verschiedene Aufgabenbereiche.

00:03:14: Vielleicht könnt ihr da nochmal euch kurz vorstellen in den Hauptaufgabenbereichen, in denen ihr arbeitet?

00:03:20: Ja ich bin Hajo!

00:03:22: Ich bin sozusagen ein damit Michael zusammen so ein bisschen so die Gründer, da waren noch ein paar andere Leute dabei in den glorreichen Neunzigern.

00:03:32: und meine Aufgaben... Ich beschäftige mich viel mit dem Bau von den Masken.

00:03:38: Ich baue die Masken und ich spiele auch im Moment nicht mehr so viel, aber ich habe lange Jahre sehr viel gespielt in den Stücken von Familie Flöts und mache so seit... ...zweitausendachzehn auch manchmal Regie für die Arbeiten von uns.

00:03:54: Und dann ist halt so die Leitung der Kompanie was auch immer das ist darüber sprechen wir vielleicht später noch.

00:04:00: Ja Michael also bin ich Und natürlich sind wir beide auch Produzenten, als Produzent tätig.

00:04:10: Ich habe lange Zeit vor allem Regie gemacht und habe wenig mitgespielt.

00:04:14: Das hat sich jetzt seit Jahrzehnten ein bisschen geändert.

00:04:17: Die Kinder sind groß – ich kann wieder turen.

00:04:20: Er spielt also jetzt auch mehr und habe auch mal vor vielen, vielen Jahren Masken gebaut.

00:04:26: aber der Haupt Augenmerk ist im Moment als Produzent eigentlich zu arbeiten.

00:04:33: Und wie entscheidet ihr in so neuen Produktionen, okay hier mache ich das und hier machst du das?

00:04:42: Wir sprechen das manchmal sehr genau ab.

00:04:45: Manchmal passiert es dann so.

00:04:48: Weil es ist ja manchmal für Historie und auch Maskenbau ist unterschiedlich.

00:04:53: Ja,

00:04:54: im Maskenbau ist jetzt vor allem seit Jahrzehnten Haio

00:04:57: Habt ihr eigentlich mal mit einem anderen Menschen zusammengearbeitet, der Masken gebaut hat?

00:05:01: Oder ist das wirklich etwas was so ganz prägend ist dass ihr baut.

00:05:05: Also es gab so Kollaborationen also Zusammenarbeiten.

00:05:09: für das Stück Hotel Paradiso gibt's ein paar Masken.

00:05:11: die sind vom Thomas Rasha gebaut.

00:05:12: Thomas Racha ist auch langjähriges Mitglied der Company Der auch eben Masken baut oder gebaut hat.

00:05:19: Michael hat auch Masken gebaute für Stücke.

00:05:22: Restaurante im Motale zum Beispiel sind Masken von Michael aber jetzt einen externer Maskenbauer, das gab es noch nicht.

00:05:30: Und hattet ihr für so die Masken, die ihr als Form benutzt?

00:05:33: Die sind ja sehr speziell!

00:05:35: Man erkennt sie schon auch wieder.

00:05:36: Habt ihr Vorbilder für dich oder habt ihr über die Jahre eine Ästhetik erfunden, wo ihr sagt okay das sind wir?

00:05:43: Ja also natürlich gab es Einflüsse.

00:05:46: Meine erste Begegnung mit Masken war tatsächlich in der Ausbildung.

00:05:49: Und da gab es einfach so eine Palette von Masken, sowie hier wahrscheinlich auch.

00:05:53: Das ist das, was da ist und damit arbeitet man dann...

00:05:56: ...und ihr habt beide an der Folkwagen-Universität studiert?

00:05:59: Genau!

00:05:59: Wir haben beide an einer Folkwangen-Univerität.

00:06:02: Der Künstler heißt das heute studiert.

00:06:04: Die Maske war ein Teil des Unterrichts.

00:06:08: Da gab's ne Sammlung von Maskeln und natürlich haben die was gemacht.

00:06:13: Gab es auch ein anderes Duo damals an der Volkwang oder so was aus der Volkung hervorgegangen ist, die auch mit Masken gearbeitet haben.

00:06:22: Habbo und Mike, die haben auch Masken gebaut, Masken entwickelt, mit Maske gespielt.

00:06:29: So das war auch irgendwie so ein visueller Input Wie das so ist, wenn ein was interessiert.

00:06:35: Man versucht irgendwie... Was zu machen?

00:06:38: Was zu bauen?

00:06:38: Man baut die ersten Masken und die sind natürlich dann nicht besonders toll.

00:06:42: Und man probiert sie aus und man sieht, es muss mehr.

00:06:46: so, es geht nicht!

00:06:49: Ich bin da autodidakt von Anfang an gewesen und hab mit der Arbeit der Kompanie dann versucht das irgendwie zu studieren oder zu verstehen oder zu lernen.

00:07:01: bis heute so.

00:07:04: Ich war am Anfang möglicherweise unterschiedliche Gründungsmitglieder dabei, aber es sind viele Leute die immer wieder dazukommen.

00:07:11: Wie viele Mitglieder hat gerade die Familie Flöld?

00:07:15: Es ist eigentlich fast ein Prinzip geworden dass wir für jede neue Produktion mindestens eine Person neu dazu nehmen oder einen Wechsel haben.

00:07:24: das wir gesagt haben Unsere Idee, dass das nicht irgendwie eine Gruppe wird die immer in der gleichen Suppe schwimmt.

00:07:30: Wir wollten am Anfang auch keinen Gruppennamen.

00:07:33: wir haben es dann immer unter unseren beiden Namen ganz klein geschrieben präsentiert haben das Stück in den Mittelpunkt gestellt und wollten einfach die Stücke anbieten oder zeigen aber nicht ne Gruppe gründen sondern als Produzenten eigentlich arbeiten eher wie so Filmleute.

00:07:49: Und das hat aber alles nicht so richtig geklappt weil es eben diese Raster gibt Ob Festival oder Theater, die wollen einfach die Gruppe wissen und dann wollen sie das Stück wissen.

00:07:58: Und irgendwann haben wir dann aufgegeben... ...und so wurde das erste Stück zum Titel der Kompanie.

00:08:03: Das erste Stück hieß eben Familie Flöhez kommt über Tage.

00:08:07: Das war eine Gesellschaft unter der Erde und auch so ein Loch aus der Erde kam und merkte hier oben ist ja auch noch Platz da kann man auch noch was machen.

00:08:15: Die Grundidee von Haiaus Klasse, kann man sagen damals noch.

00:08:19: Sie war noch Student und war eine Baustelle.

00:08:21: War die in der gleichen Klasse?

00:08:22: Nein wir sind ja zehn Jahre auseinander.

00:08:26: Und wie habt ihr es denn aber kennengelernt?

00:08:28: Ja ich bin gerade weggegangen hatte noch ein Stipendium für zwei Jahre und er hat da angefangen und so haben wir uns dann irgendwann mal getroffen.

00:08:37: Wie viel sind wir im Moment?

00:08:38: also seit Corona sind's weniger.

00:08:40: Vor Corona waren wir dreißig, jetzt sind wir...

00:08:43: Seit heute sind wir wieder mehr.

00:08:45: Wir haben heute sozusagen drei neue Spieler in die Company aufgenommen, wenn man so will.

00:08:50: Es pendelt immer um die Dreißig-Personen.

00:08:52: Riechke Großfamilie!

00:08:54: Wenn produziert wird, wächst das natürlich noch ein bisschen um die Gewerkel, die noch dazukommen?

00:09:00: Und wie muss man sich das vorstellen?

00:09:02: Ist es dann etwas, was quasi flowide ist.

00:09:05: Man kommt zusammen für eine Produktion und ist eigentlich eher so ein Planetensystem oder ist es etwas, dass wir hier dreißig machen alles zusammen?

00:09:13: Ich glaube, der Planetenssystem ist ein gutes Bild.

00:09:16: Wir sagen immer, es gibt einen Kern oder einen Mutterschiff von Leuten die entweder schon lange dabei sind oder sehr involviert sind mit verschiedenen Stücken zum Beispiel.

00:09:28: Und dann gibt es natürlich auch Leute, die vielleicht nur in einer Produktion da sind oder noch andere Dinge machen nebenbei.

00:09:36: So gibt es so ein bisschen, sagen wir mal festere und losere...

00:09:40: ...und neue!

00:09:42: Das ist das?

00:09:43: Es gibt dann auch ehemalige, aber trotzdem ab und zu noch was miteinander machen.

00:09:48: Da passt dieses Familienbild ganz gut.

00:09:51: Ich weigere mich immer so, also ich schlucke auch in der Einleitung.

00:09:54: Der Familie Flöts, das ist der Name der Company.

00:09:57: Das heißt eigentlich von Familie Flötz weil wir sind ja keine Familie sondern die Company heißt Familie Flöz aber es hat schon auch was familiäres.

00:10:07: Und was bringt diese aufmachende durchlässige Membran euch?

00:10:11: Wir kennen den Unterschied nicht und daher weiß ich's nicht.

00:10:14: Es war einfach eine Idee weiter so vielleicht auch für selbstständig, weil man dachte, ah, den habe ich kennengelernt und der wäre doch toll für dieses Projekt.

00:10:23: Aber ihr habt ja immer eine Neugierde eigentlich auf so neue... Genau,

00:10:26: das neue Menschen mit neuen Menschen zusammenarbeiten zu kooperieren inzwischen auch mit Theatern die bestimmte Dinge machen, die uns gefallen oder wo wir sagen, da tut sich was auf oder diese sogar inzwischen auf uns zukommen.

00:10:38: Ich weiß nicht wie es wäre wenn wir gleich ensemble wären.

00:10:42: Ja aber

00:10:43: ich glaube neugierdet ist genau das Ding.

00:10:45: Wenn man so längere Jahre miteinander arbeitet, dann ist glaube ich immer das Thema der Wiederholung.

00:10:53: Damit ein bisschen der Langeweile oder des Stillstands, dass es immer so da und sich mit neuen Menschen zu verbinden – neue Begegnungen, neue Beziehungen.

00:11:04: Es belebt sehr und das bringt Neues und neue Herausforderungen oder Themen und Beziehung und das ist einfach immer gut!

00:11:14: Er ist ganz hochgegriffen, es verändert alles.

00:11:16: Wenn ich heute in den Raum denke durch die drei Personen war der Raum ein komplett anderer.

00:11:22: Nur dass drei Neue da waren.

00:11:24: Ist wahrscheinlich auch interessant wenn er sowieso so eine Stringente hat.

00:11:28: mittlerweile okay wir arbeiten wahrscheinlich zu neuneinundneunzehnt Prozent mit der Maske?

00:11:33: Ist das etwas was das auch immer wieder frisch hält weil andere Personen gucken ja möglicherweise auch nochmal anders auf und hinter die Maske?

00:11:41: Ja Wir suchen auch oft Menschen, die dazu kommen, die noch andere Spezialitäten haben oder Fähigkeiten haben.

00:11:50: Die uns dann wieder so ermöglichen etwas Neues zum Beispiel eine Stimme oder Figuren, Manipulationen, Objekte oder Puppen.

00:12:01: Sie stehen ja auf der Bühne und singen.

00:12:03: Hat mich nie gedacht dass ich jemand auf der bühne stehe und singe.

00:12:06: jetzt sing' ich da.

00:12:07: Man kann nicht im nächsten Stück mehr singen.

00:12:09: Das ist so schön, ja?

00:12:12: Und dann hatte ich wahnsinnig Angst davor.

00:12:14: aber dann war einfach eine Sängerin da und jemand der uns auch das Singen beigebrachte und es wäre ohne diese neuen Inputs nicht passiert.

00:12:22: Okay liebe Leute bevor wir in tiefere Schichten Eure Arbeit und Eures künstlerischen Schaffens vordringen machen wir nochmal kurz Halt und Dehnen und Stretch'n uns in unserer Speedrunde.

00:12:34: Ganz genau die Speedrunde funktioniert so.

00:12:37: Wir beginnen Sätze, die ihr spontan beendet.

00:12:40: Alles klar?

00:12:41: Dann auf die Plätze.

00:12:43: fertig!

00:12:44: Hände hoch!

00:12:53: Diese Farbe zieht mich magisch an.

00:12:56: Rot-Rot.

00:12:59: Beide rot... Am Lagerfeuer singe ich folgendes Lied.

00:13:04: Das singt nicht am LagerFeuer.

00:13:06: Vom Brandwein voll Und Finsternissen.

00:13:11: Das Seriövalid von Prächt.

00:13:12: Okay,

00:13:13: Seriölvalid?

00:13:14: Alles klar!

00:13:15: In einer neuen Stadt mache ich als erstes...

00:13:19: Ich suche mir eine gute Bar oder ein gutes Café.

00:13:22: Ich glaube für mich ist das Bett das Wichtigste.

00:13:25: Dann bin ich angekommen.

00:13:28: Dieses Exponat wäre ich in einem Kunstmuseum.

00:13:34: Irgendeine Rauminstallation.

00:13:43: Gar nichts.

00:13:45: Ein leerer Raum, ja.

00:13:47: Obensichtlich wenn ich jetzt von dem

00:13:49: ausgehe... Der leere Raum ist so gut!

00:13:51: Ich habe den Leerraum, ich hab nur ein Museum mit einem leeren Raum.

00:13:54: sehr erhältlich viel Licht.

00:13:57: Kaffee schmeckt am besten in?

00:14:00: Napoli.

00:14:00: Piazza Dante di Bar heißt Mexico.

00:14:03: Wow

00:14:05: Ja irgendwo Süditalien.

00:14:09: Gut merke ich mir Und das schätze niemals dieses Tier

00:14:15: Katzen.

00:14:16: Sie sind gefährlich.

00:14:18: Sie sind richtig gefährlich!

00:14:19: Ich hätte mal so ein Erlebnis, aber ich weiß nicht wie die Tiere heißen... ...aber es sind so Tiere, die einem ganz doll in die Beine beißen.

00:14:25: Katzen?

00:14:26: Nee, weil das war in Südamerika.

00:14:30: Ja, sie ist mir auch an den Katarat aus Wasser fehlend.

00:14:33: Habe ich total unterschätzt.

00:14:34: Die waren sehr süß und dann... Oh nein!

00:14:36: Die haben einen Waschbärschwanz.

00:14:38: Katastrophal.

00:14:39: Da kommen die in Rudeln und springen dich an und beißen und zwicken dich und wollen was zu fressen.

00:14:44: Aber wie die heißen, weiß ich auch nicht.

00:14:47: Hier war ich noch nie!

00:14:49: Gibt es das überhaupt noch bei euch?

00:14:51: Ja, ich war noch nie in Japan und denke immer da müsste ja eigentlich schleunigst hin.

00:14:55: aber das denke ich schon so lange Und irgendwie schaffe ich das nie und mich interessiert das aber sehr.

00:15:01: Also... Es ist natürlich eine Menge wo ich war.

00:15:05: Die Frage wäre jetzt Wo will ich hin?

00:15:06: also Dann ist es Australien-Japan und Ich möchte nochmal oben Ganz im Norden Skandinavien diese Lichtgrenze, also die Mitte nach Sonne.

00:15:19: Das ist auch noch so ein Wunsch.

00:15:21: Dieses Wort schmeckt mir gut.

00:15:25: Passt

00:15:25: da!

00:15:30: Schmeckt dir ein Wort?

00:15:33: Ich habe es nicht mit Worten eben.

00:15:35: Mir schmecken keine Worte gut.

00:15:39: Okay das mache ich am Morgen als erstes.

00:15:43: Ich stehe auf...

00:15:45: Inzwischen ist die Wahrheit.

00:15:47: vor dem Zähneputzen mache ich noch ein Podcast an, dass sie was zum hören habe.

00:15:53: Ein

00:15:53: bisschen in den Tag reinhören?

00:15:56: Ganz schön viel ja.

00:15:57: Das manchmal nicht aber.

00:15:59: Daran soll sich das Publikum nach einer Vorstellung von Familie Flöts erinnern.

00:16:07: Also ich sage immer die Leute sollen mit mehr Mut rausgehen wie sie reinkommen.

00:16:13: Erinnern weiß ich nicht Das kommt doch ein Stück an.

00:16:17: Für mich sollen Sie sich daran erinnern, dass Sie was erlebt haben das was passiert ist und das Erlebnis.

00:16:24: Geschafft!

00:16:26: Vielen Dank für eure Spontanität.

00:16:29: Und apropos Erinnerung an Eure Shows Familie Flöts ist ja irgendwie so eine richtige Marke und hat einen ziemlich besonderen Look und auch irgendwie so Themen, die ihr mit auf die Bühne bringt oder auch eine Atmosphäre.

00:16:41: Und vielleicht können wir einmal für Menschen, die gar nicht wissen was Familie Flöts so ausmacht, auf der Bühnen zusammentragen?

00:16:49: Oder vielleicht könnt ihr immer beschreiben – Was ist das für euch?

00:16:52: Eine Produktion von Familie Flöz!

00:16:54: Wie sieht sie aus?

00:16:56: Wie designet ihr Masken?

00:16:57: Ja ich glaube, eine Sache ist dass….

00:17:00: Wir glaub' ich immer versuchen... Dass es so aussieht, dass die Leute sehr schnell wieder vergessen, dass überhaupt Masken da sind Und dann ist es, glaube ich, so ein Verbindenelement von allen unseren Sachen.

00:17:11: Dass es zwar eine durchgehende Geschichte gibt oder ne Storyline gibt aber dass auch drum herum noch viele andere Dinge passieren.

00:17:21: also das ist irgendwie auch was zersensisches hat manchmal so ein je nach Stück Was Anarchisch ist auch, jetzt können irgendwie alles passieren.

00:17:31: Oder jetzt ist ihnen die Geschichte scheißegal und die machen da eine Nummer.

00:17:36: Passt eigentlich nicht aber trotzdem man hinterfragt es nicht.

00:17:41: Dann auch so ne menschliche oder ein Humor der nicht so nen Schenkelklopfhumor ist aber so ein etwas tiefergehender... Man weiß nicht soll man weinen, soll man lachen.

00:17:54: humor?

00:17:56: Dass die Menschen nicht da sitzen und denken, wann reden die endlich?

00:18:00: Also als man nicht gar nicht merkt dass es gar keine Worte sind, die gesprochen werden.

00:18:05: Und das hängt damit zusammen, dass wir beide, fourneinzig gesagt haben Wir wollen auf der ganzen Welt spielen.

00:18:11: also lassen nochmal die Worte weg dann brauchen auch keine Über- Untertitel und versuchen das.

00:18:15: ob man eine Art Welttheater erfindet Eine Sprache die eben überall kommuniziert.

00:18:23: und an dieser Interaktion waren wir glaube ich von Anfang an.

00:18:26: deswegen haben wir gesagt, das ist im besten Sinne Volkstheater was wir machen.

00:18:30: Wir wollen eigentlich eine sehr breite Range von Publikum ob es Kinder sind oder also auch egal woher die Leute kommen wollten wir alle in uns ins Theater holen dieses nicht ja nicht zu intellektuelle Das Scheit dann war immer Thema.

00:18:47: Also Figuren, die scheitern dieses sich erkennen zu sagen ach guck mal so bin ich auch lachen.

00:18:53: das heißt ja meist dass aus den Lacher auslöst und die Liebe dazu auch dass man Spaß hatte wenn Menschen reagieren.

00:19:03: und das haben wir irgendwie daran geglaubt dass das irgendwie auf der ganzen Welt geht.

00:19:07: und tatsächlich ist es auch so passiert.

00:19:09: Und

00:19:09: hat das habt ihr euch tatsächlich so vorgenommen?

00:19:12: als einer der Sachen für die ersten Produktionen, die ihr gemacht habt gemeinsam?

00:19:16: Es war natürlich nicht sozusagen konzeptionell das entscheidende Ding.

00:19:21: Aber das war auch... Als wir von der Hochschule kam oder von der Uni kam.

00:19:26: man hat so Gast-Engagement oder Stückverträge und man hat Erfahrungen am Stadttheater oder am Staatstheater Und wir kannten irgendwie die Theaterlandschaft, die in Deutschland ja sehr speziell ist und dann kann man sich ja irgendwie zusammenrechnen wenn man denn so die freie Szene sieht dass das alles sehr eng ist und sehr begrenzt ist.

00:19:45: Und dann der Gedanke, man muss irgendwie so ein bisschen über die Sprachgrenzen hinwegdenken und dann entstehen auch ganz andere Möglichkeiten.

00:19:53: Das war schon von Anfang an da.

00:19:55: Ihr seid in dreiundvierzig Ländern schon unterwegs gewesen, tourt sehr viel im Ausland mehr als sogar im Inland und habt aber mittlerweile so Produktionen die sehr viele verschiedene Kooperationspartner auch in Deutschland haben.

00:20:07: Wie kam es zu der Entwicklung das eben mit Stuttgart zusammenarbeitet oder mit Hamburg und teilweise sogar Co-Produktion von mehreren großen Theaterhäusern in Deutschland hat?

00:20:16: Also da verbinden sich so viele Szenen!

00:20:18: Das ist sehr interessant.

00:20:19: wie ist es denn zu diesen Theaterhäuser, Connections

00:20:22: gekommen?

00:20:22: Sehr unterschiedliche Stories natürlich jetzt.

00:20:24: Also man kann sagen Zufall.

00:20:27: aber auf der anderen Seite haben wir das auch immer gesucht dass wir immer auch gewünscht uns haben was wir letztendlich noch nicht wirklich so erreicht haben also öfter an Häusern länger zu spielen.

00:20:38: Das war von Anfang an der Wunsch.

00:20:41: Wir haben im Moment eine Regel schön wäre mindestens zwei Mal.

00:20:45: oft sind es einzelne Gassspiele.

00:20:46: Es ist immer noch das was wir am meisten tun.

00:20:49: Einzelne Gasspiele ist eigentlich ein bisschen schade, nach einem Gaspiel wieder abzubauen.

00:20:54: Es ist immer ein bisschen deprimierend.

00:20:56: Vor allem wenn es eine richtig gute Vorstellung war, dann würde man gerne am nächsten Tag noch da sein.

00:21:00: und so ist es halt über die Jahre gelungen zumindest ein paar Partner zu haben wo wir auch mal ne Woche spielen oder ein paar Tage mehr.

00:21:09: Wir wollten von Anfang an viel spielen Und natürlich wollte uns niemand veranstalten.

00:21:14: Man kommt ja so von der Schauspielschule und denkt, man ist König.

00:21:17: Und jetzt die Welt hat auf dich gewartet?

00:21:19: Und dann erfährt man das es nicht so.

00:21:23: Dann macht man irgendwie ein Stück ... Das ist schon mal eine große Aufgabe.

00:21:27: Die erste Produktion einen Start zu bringen.

00:21:30: Wir waren immer so ne Mischung aus Naivität und Idealismus.

00:21:33: Deswegen sagten wir machen erst mal was!

00:21:35: Und dann werden die Leute das schon sehen... Und das war natürlich nicht so!

00:21:38: Wir haben dann ein Stück gemacht und dann will das erstmal niemand programmieren Und dann haben wir das einfach selber gemacht.

00:21:44: Wir haben uns dann selber programmiert, wir haben uns im Ruhrgebiet – das war damals auch eine gute Zeit dafür – leere Hallen, Industrie-Hallen gesucht und haben irgendwie mit viel Idealismus da denn Theater vongemacht und reingebaut und haben dann tatsächlich selbst über eine sehr lange Zeit einfach uns selbst veranstaltet weil niemand sonst was wollte.

00:22:09: Wir haben unsere erste Produktion drei Monate gespielt.

00:22:12: Oh wow!

00:22:12: Also komplett Wahnsinn, wir haben dann vor vierzehn Leuten gespielt natürlich die ersten drei Wochen aber die letzten zwei Wochen waren wenn ausverkauft und wir haben einfach sehr früh gesagt, wichtig ist das wir spielen und dass wir ein Publikum finden.

00:22:28: Und darüber sind so Partner gekommen und mit einer ähnlichen Idee sind wir dann an Leute gegangen wo wir gedacht haben ah das wäre ein Ort wo man immer wieder spielen kann.

00:22:38: es muss ein großes Einzugsgebiet sein oder eine große Stadt sein und es muss einen Ort sein Theater sein wo das irgendwie programmatisch oder von der Struktur her möglich ist.

00:22:48: Wir haben das versucht weiter zu verfolgen Orte zu finden, wie zum Beispiel das Theater aus Stuttgart oder das Theater in Duisburg.

00:22:55: Und Menschen zu finden die auch dran glauben dass... Auch wenn es am Anfang schwierig ist man baut sich auch ein Publikum auf dafür.

00:23:02: Das liegt vielleicht auch ein bisschen daran, dass es so eine Genre ist oder eine Form die nicht so mega präsent ist.

00:23:07: Die Leute sind da erstmal sehr skeptisch.

00:23:09: Wie wird nicht gesprochen?

00:23:11: Warum mit Masken?

00:23:13: Wir haben die Erfahrung gemacht, dass wenn man regelmäßig irgendwo spielt dann ist man irgendwann nicht mehr Gast sondern man ist totaler.

00:23:19: und dann kommen die Leute wieder und bringen Leute mit.

00:23:24: Und das ist ein sehr wertvolles Publikum, was da entsteht.

00:23:28: Das ist für unsere Arbeit sehr wichtig so.

00:23:30: Das war für uns von Anfang an eigentlich so ein Ideal.

00:23:33: Ein Publikuum, was auch mit einem wächst.

00:23:37: Ja und nicht nur weil man noch andere Leute mitbringt sondern möglicherweise auch vom Alter du warst ja letztes Semester bei uns als Gastdozent und hast mir schon einige Geschichten erzählt Und unter anderem auch, dass ihr in Italien immer wieder auf so Orte stoßt.

00:23:52: Wo natürlich dann irgendwie die Eltern kommen aber die nehmen abends die Kinder mit weil sie bleiben nicht alleine zu Hause und deswegen versucht ihr die Stücke auch so zugestalten das das für alle wie du es ja auch schon gesagt hast Haio irgendwie einladend ist und das alle was davon mitnehmen können und möglicherweise wächst er dann aus dem Publikum nach irgendwie.

00:24:10: die haben irgendwie vor ein paar Jahren schon eine Produktion von Familie Flöts gesehen uns jetzt selber erwachsen und bringen Neub

00:24:17: Dass das, was Haio meinte mit, etwas solle bleiben.

00:24:20: Also dieses Erlebnis, dass sie wirklich was erleben und sich das eigentlich auch gar nicht vorstellen konnten vorher.

00:24:28: Und das ist etwas, was dann ganz klar wieder Begeisterung für andere Zuschauer, die sagen, komm mal mit!

00:24:35: Wir gehen jetzt noch mal, diese kommen wieder oder?

00:24:37: Das Stück musst du euch unbedingt angucken.

00:24:39: Das haben wir gesehen da vor zwei Jahren also wenn wir mit einem älteren Stück wiederkommen Also jetzt, wie gesagt in Wien.

00:24:45: Das ist ein Stück von zwei Tausendvier das älteste was wir noch spielen und das kommt da erst an in Wienie nicht.

00:24:52: Also das ist jetzt zweites Mal erst in Wienen und jetzt ist es voll.

00:24:56: Es

00:24:57: ist halt auch noch so einen Aspekt glaube ich sowas zeichnenden Flötsstück aus dass man das noch nie vorher so gesehen also es einfach ein neues stück ist Rotkäppchen ist oder Romeo und Julia, oder Molière.

00:25:13: Sondern die haben das auch geschrieben und

00:25:16: entwickelt.".

00:25:16: Das schon auch euer Prinzip?

00:25:18: Oder die Stückentwicklung?

00:25:19: Ja!

00:25:19: Auch der Status aller Leute auf der Bühne sind, dass sie mit Autoren sind.

00:25:23: Die beste Idee wird genommen, egal von dem wie sie kommen hat, glaubt George Harrison mal gesagt.

00:25:28: Also dieses gemeinsame Arbeiten an etwas und erfinden und jeder kann reinkwatschen.

00:25:33: Und das ist schon eine Kultur, die wir versuchen zu etablieren und so zu arbeiten.

00:25:38: Wir haben die erste große Station in unserem Podcast-Staffellauf erreicht.

00:25:43: Die Übergabe des Gesprächsstaffelstabs, der wird traditionell von Gast zu Gast und von Folge zur Folge in Form einer Frage weitergereicht.

00:25:51: In der letzten Episode von Hände hoch waren wir zu Gast im Theater Fadenschein, einem sehr wichtigen Ort für Puppen- und Figurentheater in Braunschweig.

00:26:00: Und gesprochen haben wir dort mit Miriam Paul – das ist die künstlerische Leiterin des Hauses – und Kuratorin des Weitblickfestivals!

00:26:07: Und Miriam hat uns für euch eine Frage mitgegeben?

00:26:10: Seid ihr

00:26:10: bereit?!

00:26:11: Dann kommt jetzt….

00:26:19: Meine ganz egoistische Frage lautet, liebe Familie Flöts ihr macht so viele tolle Produktionen die so groß sind.

00:26:27: Habt ihr auch irgendwas was mal auf meine Bühne passende würde?

00:26:31: Ja also wir haben solche Fragen öfter.

00:26:34: es gibt viele kleine Theater die sich beschweren.

00:26:38: unser Problem ist halt Wenn man keine Sprache benutzt, aber Sprache verzichtet das einzige was man dann hat ist Raum.

00:26:45: Und wenn man nonverbal arbeitet braucht man einfach Raum um etwas zu erzählen und das stößt einfach so an eine Grenze und wir haben Stücke die kann man glaube ich auf acht mal acht Meter spielen.

00:26:56: das sind so die kleinsten Produktionen aber dann brauchen auch eine Höhe weil Licht ist dann auch wichtig wenn man visuell arbeitet.

00:27:04: unser Wunsch ist eigentlich immer eher in noch größeren Raum.

00:27:10: Das ist gemein jetzt aber.

00:27:11: Also wir streben eigentlich immer nach mehr Raum, aber für die Zukunft, also für die nächsten zwei Jahre auch oder drei Jahre gibt es Projekte, die wir tatsächlich auch für kleinere Räume konzipieren und das ist auch was Neues für uns.

00:27:30: Und wie wandeln sie sich?

00:27:32: Personell kommt von den beiden Spielern, die wollten ein Duo machen Ein Solo plus eins.

00:27:40: Deswegen darf man jetzt gar nicht mehr erzählen, weil das Plus-Eins ist natürlich der Überraschungsinfekt.

00:27:45: Oh

00:27:45: no!

00:27:46: Oh nooo!

00:27:47: Wir piepsen das weg.

00:27:48: Nein

00:27:48: nein nein ich habe da keine Sorge.

00:27:51: Spielt ihr eigentlich auch Open Air?

00:27:53: Ungern.

00:27:54: Sehr ungern.

00:27:55: Also wir machen manchmal Ausnahmen.

00:27:57: also wir bekommen viel Anfragen und sagen meistens ab und wir machen mal Ausnahmen.

00:28:01: wenn wir den Ort sehr gut kennen oder... Ist

00:28:04: klar dass es dunkel wird.

00:28:05: zum Beispiel

00:28:06: Licht ist sehr wichtig und Masken sind einfach auch sehr schutzbedürftig.

00:28:10: Die brauchen eine Konzentration, das heißt die brauchen oft eine Ruhe auch.

00:28:15: also es muss still werden können und sie brauchen ein gutes Licht und die Richtung muss ja klar sein.

00:28:21: wo ist vorne?

00:28:21: Der Blick darf nicht abgelenkt sein und das habe ich meist oben eher oder gar bei Tageslicht auf der Bühne merkst du dass alle wissen gar nicht wo wir hingucken sollen.

00:28:31: von der Regie aus gesehen gestalten wir wie ähnlich.

00:28:34: Wie bei der Poppe sehr, sehr genau!

00:28:36: Wir wissen ja als Maskenspieler genau wo gerade der Blick des Zuschauers ist und dass es open air eigentlich gar nicht zu erreichen.

00:28:42: Wenn man's mit der Musik vergleicht, ist wie wenn ganz viele Nebengeräusche da sind.

00:28:47: also das ist ja visuell visuelle Musik die wir vielleicht machen.

00:28:51: Als Ergebnis ist es am Ende eine sehr genaue koreografierte Komposition, die ähnlich wie in der Musik immer gleich gespielt wird, weil man sieht sich ja kaum.

00:29:00: Also man muss immer wissen genau was der andere tut aber wie sozusagen der Beat ist oder wie der Abend verläuft oder das ist ja nicht festgelegt nur eben was.

00:29:10: und nochmal kurz zurück nach Braunschweig.

00:29:12: mit Miriam haben wir auch über das Thema Generationenwechsel gesprochen.

00:29:17: sie hat das Fadenschein vor sechs Jahren von den beiden GründerInnen übernommen und befindet sich nach wie vor in einem Transformationsprozess mit dem Haus Und für euch ist es, glaube ich auch ein Thema.

00:29:27: Also ich habe das zumindest in einem Interview gelesen.

00:29:30: Welche Wünsche habt ihr für die Zukunft von Familie Flöts von der Kompanie?

00:29:34: Wie soll das in fünfzehn bis zwanzig Jahren aussehen?

00:29:39: Ja, es ist wirklich ein großes Thema... ...

00:29:43: und eine gute Frage!

00:29:44: Gute Frage!

00:29:45: Uns beschäftigt es sehr.

00:29:47: seit zwei drei Jahren also seit zwei-drei Jahren haben wir versucht so einen Prozess in Gang zu setzen dass gemeinsam zu bearbeiten dieses Thema, das heißt dass wir uns unregelmäßig treffen um zu versuchen zu verstehen wie man es gestalten kann.

00:30:05: Es gibt glaube ich einen großen Wunsch, dass bestimmte Dinge der Arbeit weitergehen auch wenn die Gründer oder die erste Generation nicht mehr aktiv dabei ist und ich glaub wie immer gibt es so Anteile die dann eben sehr an den Personen hängen und die dann vielleicht auch verschwinden oder sich verändern.

00:30:25: Aber es gibt auch etwas, glaube ich was wir alle irgendwie als bewahrenswert oder als weiterentwicklungswert sehen Und Ich bin super froh dass es Menschen gibt jetzt in der Kompanie sind die das auch so sehen und die eben Jünger sind und Die irgendwie Ambitionen haben und Lust haben und auch das können sowieso haben das weiter zu treiben.

00:30:51: Die Frage ist so, wie man das macht und es ist schwer.

00:30:54: Es geht ja um Verantwortung abgeben, um Transformationen, es geht aber auch irgendwie um Werte, um Verantwortung, um Risiken...

00:31:05: Also jetzt kommen wir gerade von der Produktion wo das erste Mal nicht einer von uns Regie macht sondern einen ganz der jüngste der Kompanie.

00:31:14: Macht jetzt Regie weil er einfach da sehr talentiert ist und auch Erfahrung hat mit Hayo im Rücken einfach die Regie übernimmt.

00:31:22: Und sonst ist es bei mir immer schon gewesen, der Wunsch unabhängig von der Kompanie dass diese Arbeit sich fortsetzt also das andere Leute sehen ach guck mal so.

00:31:33: was kann man auch machen?

00:31:35: Man kann ganze Abende ohne Worte mit Masken Theater spielen und das kann man auf der ganzen Welt machen.

00:31:42: aber was ich mir für die Kompaniewünsche ist natürlich so dieser Art der Arbeit wie sie so erfunden wurde oder sich entwickelt hat, muss man sagen.

00:31:52: Dass das irgendwie so weitergeht?

00:31:55: Ich bin jetzt inzwischen der älteste der Kompanie.

00:31:57: Das ist ein Prozess wo ich denke ja wenn ich dann unter Ehren nicht mehr ist dass man sagt es gibt einfach Menschen die das die Arbeit weitermachen.

00:32:07: Eine Sache zum Beispiel bei Familie Flötz viel passiert ist dass viele Menschen anfangen zu unterrichten.

00:32:12: für Familie Flöts also sehr viele Menschen aus der Kompani Spielein geben Workshops Und das sind oft so kleine Rahmen, dann wo jemand in der Position ist dass er etwas leitet.

00:32:24: Verantwortung für eine Woche, für eine Gruppe Menschen übernehmend und so.

00:32:29: Das zum Beispiel hat total viel gebracht, dass Leute einfach sich daran gewöhnen oder Kompetenzen entwickeln oder Interesse entwickeln Neugierde entwickeln mehr zu leiten also dass man so versucht in einem vielleicht ein bisschen geschützteren Raum oder so einfach Vertrauen und Erfahrung aufzubauen oder dass wir versuchen einfach so Verantwortung in der Kompanie zu verteilen.

00:32:54: Und gibt es denn da so, wie muss ich mir das vorstellen?

00:32:57: So wenn ihr sagt okay die Leute probieren so verschiedenste Bereiche mal aus Leitenden Workshop sind für verschiedene Bereiche verantwortlich.

00:33:04: habt hier so Plänums Strukturen in denen ihr arbeitet oder wie organisiert euch miteinander?

00:33:09: weil dreizig leute sind ja schon auch einfach ganz schöne Haufen.

00:33:14: Ja also zum einen sind natürlich die Ensembles an sich die sich miteinander immer wieder zusammenraufen und auch treffen.

00:33:22: Da gibt es dann am Ende der Tour oder der Saison ein Treffen, wir versuchen alle zwei Wochen nicht alle zwei Monate inzwischen einen Geofix zu machen also dass alle die wollen oder was erzählen oder was mitbekommen wollen dann live oder virtuell dabei sind.

00:33:40: aber im Alltag ist das noch zu wenig.

00:33:44: manchmal treff ich Leute nur auf Tour Und dann hat man natürlich zu tun und da gibt es natürlich, wird natürlich auch viel kommuniziert.

00:33:51: Aber ja, da sind wir auf jeden Fall nach Ausbau-fähig!

00:33:56: Ist ja auch sicherlich einfach schwer so eine Struktur zu erfinden on the fly oder?

00:34:01: Es ist ja etwas was quasi mit euch wächst irgendwie...

00:34:04: Ja, es ist ein bisschen am offenen Herzen also das ist sehr... Das ist auch eine wirklich Frage, wie man das lösen kann.

00:34:13: Da braucht man glaube ich auch manchmal Unterstützung von außen... Wir haben jetzt so unregelmäßig, wir nennen das Visionstreffen.

00:34:20: Wo wir einfach in die Zukunft und eben genau... Ich

00:34:23: glaube auch schon umgenannt den Struktur treffen.

00:34:26: Diese Fragen wie soll das in fünf Jahren oder in zehn Jahren aussehen?

00:34:29: So zwanzig?

00:34:30: soweit für dich mich nicht trauen zu visionieren aber

00:34:34: wichtige

00:34:35: Fragen.

00:34:35: Und es ist auch, wir sind ja eine private Kompanie wenn man so will.

00:34:38: Wir sind ja nicht irgendwie institutionell oder irgendwie in öffentlicher Hand.

00:34:45: Da ist es glaube ich speziell schwer.

00:34:46: Also es gibt halt nicht so einen institutionellen Schutz.

00:34:50: Bei so privaten Kompanien muss man sich eben selber darum kümmern und ist es tatsächlich auch schwer, das weiterzugeben weil man dann mit so blöden Dingen beschäftigt.

00:35:02: wie bewertet man bestimmte Dinge die sich angesammelt haben?

00:35:06: Wie bewertete man so ein Namen den wir ja einfach haben über die Zeit und wir wissen der ist auch was wert und den muss man irgendwie schützen wenn man die Arbeit schützen will Und solche Dinge.

00:35:17: Stattdessen muss man dann ein A-Eins machen oder einen Kani-ATA...

00:35:23: Wenn man im Ausland arbeitet?

00:35:24: Genau, wenn man in dem Ausland arbeiten will.

00:35:26: Oder man hat plötzlich der Wagenbrauch TÜV oder der muss jetzt von der Werkstatt abgeholt.

00:35:31: und also wir sind einfach wenig Personal für die vielen Aufgaben, die wir vielleicht auch in der ständigen Überforderung gewohnt sind zu tun aber weniger tun können, weil dann würde das Ganze nicht mehr funktionieren.

00:35:47: Ihr müsst ja auch Akquise machen und weiterlaufen?

00:35:49: Wir brauchen die, da haben wir jetzt jemanden der das macht für uns.

00:35:54: Das ist über Jahre der Janipetutschi, der da immer eigentlich Geschäftsführer war.

00:35:59: Der ist jetzt zurück, der macht andere Dinge, er macht jetzt das Booking.

00:36:03: Er ist natürlich ganz wichtig!

00:36:04: Alle, der Tipp sucht euch so jemanden, der vorneweg die Kontakte hält, der in Kontakt mit Agenturen sich setzt.

00:36:13: Ist

00:36:13: die Person auch in Berlin?

00:36:16: Eure Basis ist in Berlin, ne?

00:36:18: Ihr habt irgendwie so ein Probenraum-Komplex... Komplex!

00:36:23: Na ja, so Atelier...?

00:36:24: So wie hier muss ich das vorstellen.

00:36:26: Wie die HFS, wie die Ernstbusch.

00:36:29: Bei uns ist es etwas größer und wir haben eine kleine Probenbühne im Weißen See und haben dort unser Lager und Büro und Werkstätten.

00:36:38: Man kann auch übernachten.

00:36:39: Man kann das auch mieten, Studioflöts.

00:36:43: Verlinken wir!

00:36:44: Bitte, bitte, ja?

00:36:45: Das ist gerade durch diese Kürzungen weniger Nachfrage.

00:36:49: Also es ist quasi ein Probenraum in Berlin, den man für eigene Produktion mieten kann.

00:36:54: Mittlerweile so viele Berliner Gruppen arbeiten da regelmäßig und kommen immer wieder...

00:37:01: Also liebe Leute ihr habt euch sehr früh auf die Maske als Kunstform spezialisiert Auf Gesichter also, in denen es irgendwie unendlich viele Geschichten zu entdecken gibt hinter denen ihr als Spielende zurücktreten könnt quasi auch ein Cognito seid und den wir uns als zuschauendes spiegeln.

00:37:19: Diese Fokussierung auf die Maske interessiert mich.

00:37:22: daher stelle ich euch nun... Die Frage der Kunstkollegen Weshalb sind eure Masken stumpf?

00:37:34: Und welche Freiheit liegt darin?

00:37:37: Also wenn ich jetzt so als Maskenbauer Spreche würde ich sagen, mich interessieren Halbmasken oder sprechende Masken einfach nicht so.

00:37:47: Ich habe keine Erfahrung gemacht dass Masken und Sprache wirklich gut zusammengehen.

00:37:55: Ich glaube das ist wahnsinnig schwer und ich hab damit oft auch so ein ästhetisches Problem wie mit so Kometer der Lad.

00:38:01: so richtig.

00:38:02: wenn ich ehrlich bin verstehe ich das immer nicht was die da machen mit den halben Masken.

00:38:08: dass ich eine Maske sofort vergesse.

00:38:09: Das ist für mich eine andere Magie möglich und das kann nicht besser, wenn die Maske nicht spricht.

00:38:15: Also wir bauen ja Masken sehr, denken diese stark zusammen mit den Frisuren zum Beispiel, mit den Haaren.

00:38:21: unsere Maske haben auch Ohren einfach damit sie sich bestmöglich mit dem Körper verbinden will.

00:38:25: sehen die Masken nie eigentlich so als separates Objekt auf der Spielerin Und Freiheit.

00:38:34: Ich weiß nicht, ob ich das Freiheit nennen würde.

00:38:36: Aber es ist irgendwie eher so eine Setzung oder eine Entscheidung die halt sehr radikal ist.

00:38:42: man muss im Körper suchen und also das ist eine begrenzung.

00:38:46: Man sagt wir vertrauen darauf oder wir suchen wir suchen Dinge die der körper erzählt Und ich sehe dass er als so eine richtung geben und damit auch viele andere fragen einfach aus zu blenden oder viele andere Möglichkeiten wegzulassen und zu sagen Das was uns interessiert das Nonverbale.

00:39:05: Und wir vertrauen darauf, dass da viel zu finden ist und zu erleben ist und dass das etwas ist was den Abend auch tragen kann.

00:39:14: Für mich jetzt diese Freiheit eigentlich gar nicht so ein großes Thema.

00:39:20: ich finde dieses Thema eher so.

00:39:22: man muss wie er hat aus Gleis zu schön gesagt Das Paradies ist verregelt, wir müssen jetzt die Reise um die Welt machen zu gucken ob von hinten noch eine Tür offen ist.

00:39:31: Also wenn man da hinten reinkommt dann ist man frei.

00:39:34: also ich finde dass es eine große Freiheit in den Vorstellungen dann zu erleben gibt.

00:39:39: an Kommunikation und diesen unmittelbaren Miteinander erleben auf beiden Seiten das gleiche was wir erleben Spiegeln der Zuschauer.

00:39:47: die Maske ist nur das Medium Und das ist der andere Punkt das Stumme schafft zumindest für mich als Regisseur von außen, aber auch als Spieler von innen.

00:39:56: Dass ich in einen Menschen reingucken kann also die Maske ist eben etwas um das die innere Welt zu erfahren und dass ohne irgendeinem das eigentlich etwas dazwischen ist.

00:40:09: wenn unser Gesicht heißt dann ist eben das Ego das Ich Das Konstrukt unserer selbst im Weg Und Wenn Die maske da ist es eben ist der Eingang frei.

00:40:20: Ich kann direkt reingucken in jemand, ich sehe sofort was mit dem los ist und das hat mich von Anfang an fasziniert.

00:40:26: in dem Moment wo eine Maske natürlich lebendig wird nur als Symbol hat sie mich nie interessiert also als Gedanke sondern immer wenn deswegen auch dieses rundum dass sich das irgendwie jetzt glaube dass das jemand ist der da wirklich lebt.

00:40:39: Und wie geht ihr in euren Arbeiten an neue Charaktere ran, wenn die jetzt von dir aus dem Anzellier kommen?

00:40:46: Ihr habt die auf der Probe.

00:40:48: Wie arbeitet ihr mit denen und wie kommt daraus dann Biografien und aus den Biographien möglicherweise Beziehungen zwischen denen?

00:40:57: Ich kann ja mal sagen, wie wir früher gearbeitet haben, weil das aktuelle Projekt ist genau das was du gesagt hast.

00:41:02: Wir haben sehr viel erst einmal gesammelt, ein Monat Auto an Arbeit gesammelt.

00:41:07: Was heißt das Autorenarbeitsgelände?

00:41:08: Naja, sich hingesetzt und überlegt was wir überhaupt machen wollen.

00:41:12: So

00:41:12: ein Thema gesetzt?

00:41:13: Ja genau.

00:41:14: Story ausgedacht?

00:41:15: Ja angefangen ja und dann vor allem über die Figuren aber ohne Masken.

00:41:20: also wir haben Material erfunden improvisiert, gespielt, ohne Maske mit ganz viel blabla, ganz viel gesprochen und da haben dann das an Haio weitergegeben der anfing die Figur zu bauen.

00:41:34: Wie?

00:41:34: Dann hast du dir durch Proben angeschaut und gedacht...

00:41:36: Oder mitgespielt, vor allem.

00:41:38: Okay!

00:41:39: Der Prozess ist oft sehr unterschiedlich.

00:41:41: Es ist früher tatsächlich so.

00:41:43: wie Michael sagt haben wir sehr lange Zeit ohne Masken gearbeitet und eigentlich das Stück und die Figuren ohne Maske erfunden geschrieben zusammen.

00:41:55: Man muss sich Träschig vorstellen.

00:41:58: Also da ist dann alles erlaubt und es ist ein Wust, so eine Kacophonie an Texten, Untertexten Gesang Tanz komischen.

00:42:10: also sehr absurde groteske Form die wir da entwickelt haben hat denn dazu geführt dass Leute die dann so offene Proben wo noch nichts fertig war noch keine Masken.

00:42:20: zum Beispiel Frank Kastoff war mal auf so einer Probe Und da hatten wir einen Teil so ganz anarchisch gespielt, der eben noch nicht fertig war.

00:42:27: Ohne Masken und den anderen Teil dann mit Masken.

00:42:29: Also nimm mal die dann so ... Ja, den ersten Teil ist für mich sehr interessant oder so.

00:42:33: Der zweite Teil war ja nicht mehr so.

00:42:37: Sehr lustig!

00:42:39: Und relativ spät kommen denn die Masken wenn eigentlich schon alles fertig ist?

00:42:43: Dann kommt nochmal ein Transformationsprozess durch die Maske.

00:42:46: Wenn die Maskeln plötzlich auf der Probe sind in diese Form sozusagen, die es gibt da reinkommen, die verändern dann noch mal ganz viel.

00:42:55: Da sind denn die Masken auch so Co-Autoren eigentlich und jetzt zum Beispiel probieren wir was anderes aus wo wir tatsächlich mit den Masken beginnen.

00:43:03: also wir haben einen Stoff Wir haben ein Gerüst von einer Geschichte.

00:43:08: für die Arbeit die wir jetzt anfangen Und dann war ist jetzt unsere Herangehensweise dass wir erstmal Personal bauen also Masken bauen Figuren bauen die dann besetzen innerhalb dieser Geschichte.

00:43:23: Es ist auf alle Fälle so, dass ein großer Teil der Probenarbeit ohne Masken passiert.

00:43:27: Das ist egal wann die Masken kommen – ein großteil der Probezeit.

00:43:30: Und das

00:43:31: auch immer noch?

00:43:31: Immer noch

00:43:32: jetzt?!

00:43:33: Ja, das ist notwendig!

00:43:34: Also das überrascht viele Leute immer wie viel wir ja ohne Maske arbeiten.

00:43:38: aber wir setzen die Maske wirklich nur auf wenn es absolut notwendig ist.

00:43:43: Wirklich und eigentlich Also eigentlich immer ungern auf der Probe, so richtig gerne setzen wir Masken nur auf wenn Leute zuschauen.

00:43:51: Es ist sozusagen auch eine Verführungskunst die Leute zu motivieren jetzt mal Masken aufzusetzen Wenn kein Publikum da ist.

00:43:58: Wir arbeiten ganz viel ohne Masken einfach aus dem Grund weil So genau gearbeitet werden muss und es so genau sortiert werden muss Und wir so wenig sehen mit den Masken und nichts hören dass man das sehr genau erstmal organisieren muss und auch verstehen muss wissen muss, was genau passiert in diesem Moment und warum atme ich da aus?

00:44:19: Und wo atm ich, warum wieder ein.

00:44:23: Das ist alles eine Arbeit die wir ohne Maske machen.

00:44:27: Wir machen zum Beispiel oft so dass wir Sachen sehr unfertig mit Maske einmal skizzieren oder dass man etwas sieht und dann muss man das erarbeiten und am Ende kann die Maske wieder dazu.

00:44:37: Wenn Leute zuschauen, verändert es noch mal ganz viel.

00:44:39: Wenn wirklich jemand guckt, verschiebt sich die Kommunikation nochmal ganz.

00:44:45: Weil der Zuschauer dann mitspielt.

00:44:47: Mitspielen muss, sonst passiert ja nichts.

00:44:49: Dann hat man das Tolle bei der Maske, dass jemand anders deine Maske auch mal spielt und du kannst mal gucken.

00:44:55: also wenn man etwas gebaut hat und dann irgendwo... Man weiß jetzt nicht so richtig weit dort wie man da reinkommt, denn jemand der von außen rein geht das aussetzt für den ist es viel einfacher weil er schon sieht wie's gehört oder wie sein soll Ein

00:45:11: Fantasie mitentwickelt.

00:45:12: Genau,

00:45:13: und das einfach dann wieder gegenseitig befruchtet.

00:45:16: Und wie entstehen dann so Körperlichkeiten?

00:45:18: Dass die Maske durch den Körper geht wenn ihr die spät dazu nehmt?

00:45:23: Talent!

00:45:26: Natürlich ist es Leute, die das auch irgendwie wissen wie sie dorthin bekommen

00:45:32: oder tatsächlich was also Michael sagt?

00:45:34: talent aber tatsächlich was womit wir uns relativ wenig beschäftigen So in so homopathischen Dosen.

00:45:42: Die Körperlichkeit von einer Figur, das ist etwas was sich eher im Stillen über die Probezeit entwickelt und reinsickert.

00:45:50: Das ist auch ein komischer Prozess.

00:45:52: also irgendwie machen dann über die Zeit habe ich das Gefühl formen sich die Masken denn auch die Körper die sie brauchen?

00:45:59: Und der Spieler muss sich eigentlich vorbereiten dass das so ist und dass er irgendwann nachgeben muss.

00:46:08: nicht so zu aktiv danach zu suchen.

00:46:10: Wie spiel ich das jetzt?

00:46:12: Wie lege ich das an?

00:46:14: Das ist so, die Maske ist da und ich glaube auch viel läuft so über, dass die anderen Figuren also die Mitspielerinnen das spiegeln und darüber versteht man... Das passiert viel so indirekt!

00:46:24: Es ist sehr interessant wie das so... Da wird auf den Proben nicht soviel drüber gesprochen.

00:46:30: Was hat euch eigentlich an Physikotheeter interessiert als ihr euch entschlossen habt dort zu studieren in

00:46:36: Essen?!

00:46:37: Hatet ihr ein Bild davon, was das heißt Theater mit dem Körper nur zu machen?

00:46:42: Also ich war so fasziniert dass man sowas überhaupt studieren konnte.

00:46:45: Dass ich mich aus Neugierde da angemeldet

00:46:47: hatte.

00:46:47: Hattest du vorher irgendetwas mit Theater und so zu tun oder irgendwas gesehen was Physiker-Dierter heißt?

00:46:53: Nee das hieß damals nicht so.

00:46:56: Dieser Begriff ist glaube ich ein bisschen jünger oder im deutschsprachigen Raum gab es das nicht.

00:47:00: aber mich haben immer so Theaterformen oder Erlebnisse sind mir so geblieben die irgendwie übergreifend waren, also die nicht so ein reines Sprechtheater waren.

00:47:10: Also ich habe irgendwie relativ jung das Théâtre du Soleil gesehen.

00:47:15: Ich hab Dinge von Robert Lepage gesehen.

00:47:18: Ich hab Nouveau Cirque gesehen.

00:47:21: In den neunziger Jahren gab es da interessante Dinge und mich haben so Inszenierung oder Theater angefixen Wo man das Gefühl habt, so richtig versteht man nicht was hier passiert Und Text ist nicht das Wichtigste.

00:47:34: Das waren sehr unterschiedliche Sachen.

00:47:35: Auch die Arbeiten von Pina Bausch war für mich super wichtig, das zu sehen.

00:47:42: Ja, bei mir war es erst mal die Flucht vom Land.

00:47:47: Ich hätte den Betrieb meines Vaters übernehmen sollen und dafür kann ich machen dass ich hier wegkomme.

00:47:54: Was hättest du denn gemacht im Betrieb deines Vater?

00:47:57: So ein Elektro-Unternehmen Und ich hab einen Gesellenbrief.

00:48:04: Wenn man

00:48:05: hin und sollte dann den Meister, dann merkt ich ... Nee das geht gar nicht!

00:48:10: Ich sterbe hier.

00:48:11: Da habe ich aber schon nebenbei Theater gespielt.

00:48:14: Meine Mutter hat uns schon sehr früh auf die Bühne gestellt

00:48:16: in Dorf.

00:48:17: Die hatte einmal im Jahr so ein Frühlingsfest hieß es.

00:48:20: Dann haben sie da Gedichte geschrieben.

00:48:22: Das waren auch die ersten Erfahrungen.

00:48:23: ... Clowns-Erfahrung, die ich gemerkt habe.

00:48:26: Also was ein Fiasco ist wusste ich sehr früh!

00:48:30: Wenn man da steht und alle lachen... Und dann ist er regt und dann merkt plötzlich ey das jetzt lieben die uns?

00:48:37: Das hab' ich als Kind schon erfahren und dann war das natürlich irgendwie toll.

00:48:41: Und dann war es im Urlaub mal so Straßentheater gemacht vorher gespuckt wie das dann in der Zeit Gauklappbewegungen.

00:48:49: Dann haben wir Leute erzählt du kannst das studieren.

00:48:52: Ich kann

00:48:53: Pantomime studieren und dann ist das da eben Schauspiel, Hauptfachpantomeme in der Zeit noch.

00:48:59: Und dann habe ich eigentlich erst Kontakt zum Theater und ich wollte ganz schnell Tänzer werden zu Pina Bausch oder seine linke Reinl-Hoffmann.

00:49:07: diese Arbeiten haben mich viel mehr interessiert.

00:49:09: und dann hab' ich aber gemerkt die tanzen ja wirklich also die gehen nicht schauspielerisch ran und ja die Maske war etwas was mich auch recht früh da fasziniert hat als eine Form in eine komplette Verwandlung zu gehen.

00:49:22: Diese absolute Behauptung macht mir immer noch irgendwie so Gänsehall-Grusel, wenn das passiert.

00:49:29: Das war eben dann diese Entscheidung mit Flöts zu sagen recht pragmatisch der Markt hier im deutschsprachigen Raum gibt es nicht her frei zu arbeiten.

00:49:39: wir müssen weiterziehen wir müssen überall spielen und dann zu wissen dass es da eine Form gibt die für einen selber auch sehr stark ist Als es der Körper etwas ist, wo ich glaubte von Anfang an das der reicht.

00:49:54: Ich muss nicht mehr dazugeben, ich muss nicht anfangen zu reden.

00:49:57: Das ist vorher alles schon gesagt!

00:49:59: Jetzt habt ihr mit Familie Flötz eine Reichweite?

00:50:02: Man kennt Familie Flütz und man kennt euch aber nicht weil ihr hinter den Masken seid.

00:50:06: Ich meine dass eher so ein Encognito euch irgendwie geben.

00:50:10: Wie geht ihr damit um?

00:50:12: Das ist ein großer Vorteil.

00:50:13: Die Maske entspannt einfach sehr viel.

00:50:16: Also alle diese Ego-Probleme, was ist mein Gesicht dann wichtig oder nicht?

00:50:20: Oder ist dein Gesicht wichtiger als meins?

00:50:22: Das ist so ganz schnell einfach weg!

00:50:26: Man beschäftigt sich immer nicht mit sich selber sondern immer mit anderen Dingen die sehr konkret sind.

00:50:31: Das ist sehr angenehm.

00:50:33: Und ist das irgendwann auch so ein Zugzwang wenn man auf Maske auf eine Art festgelegt ist?

00:50:40: Habt ihr euch selber irgendwann darauf festgelegt?

00:50:42: Haben Leute euch darauf fest gelebt, weil... Ihr habt auch mit Puppen gearbeitet.

00:50:45: Habe ich gesehen in einer Produktion und wir hatten auch schon mal irgendwann darüber gesprochen Michael, dass es ja irgendwie auch etwas sein kann was man wie so ein Rucksack mitsicht trägt.

00:50:54: Es passiert Ja Der Ausbruch war... Ausbruchsversuch war im Jahr zwei Tausend vierzehn mit Heidi Wo wir ohne Masken Also vor allem ohne Maske mit Pappen Mit bisschen Maske.

00:51:08: Wir haben schon vorher, wir haben zwei tausend ... zweitausend, finde ich eine sehr interessante Inszenierung

00:51:15: gemacht.

00:51:17: Komplett ohne

00:51:18: Masken.

00:51:19: Happy hour?

00:51:20: Was ich eigentlich eine ganz so interessante Arbeit fand weil die komplett anders war als das was wir vorher gemacht haben.

00:51:28: Ja für mich ist es schon ein Rucksack der manchmal so schwer ist und mich ärgert das oft dass das so... Besonders von außen, die Familie Flütz wird verbunden mit den Masken und das ist einerseits so ein zweischneidiges Schwert.

00:51:43: Einerseits ist es irgendwie einfach ein Label was hilft oder was Dinge auch ermöglicht aber man hat sich eine Schublade gebastelt und es ist eine Erwartung damit dann noch verbunden.

00:51:55: Wir haben Stücke gemacht, was Michael sagt ohne Masken, da haben die Leute gerufen während der Vorstellung wo sind die Masken?

00:52:01: Uff!

00:52:01: Was?!

00:52:02: Aut!

00:52:03: Also Skandalös...

00:52:04: Es gab auch Orte, wo wir gespielt haben und noch nicht vorher waren.

00:52:10: Wo wir merken die Arbeit ist trotzdem sehr gut.

00:52:13: Wir haben auch Preise gewonnen da, wo ich noch nicht war.

00:52:17: Und dann kommst du an einen Ort, wo du immer bist oder ganz oft bist und plötzlich sind die Leute richtig sauer.

00:52:24: Hinterher Herr Vogel!

00:52:25: Ich muss mal mit Ihnen sprechen.

00:52:28: Also wirklich ernste Gespräche das ist jetzt der ganz falsche Weg.

00:52:32: Das war ein gutes Stück, fand ich.

00:52:34: Weil das ist immer so'n Ding, ne?

00:52:36: Wir haben zum Beispiel bei uns in der Company uns immer eine andere Form gesucht, je nachdem was der Inhalt war.

00:52:42: Ich glaube man hat so von der Atmosphäre und vom Humor her gemerkt dass es von uns ist aber... ...das war eben dann eine andere Mühle die schwer zu betreten war weil man dann so dachte ja aber was sind sie denn jetzt?

00:52:55: Ja ich muss sagen ich bewundere so Kompanien oder Ensembles die das schaffen Also sich wirklich so für jeden Stoff eine eigene Form zu suchen.

00:53:07: Ich bewunder das sehr und ich empfinde schon oft die Maske auch als eine Einengung, deswegen suchen wir jetzt in den letzten Jahren irgendwie so Konstellationen wo die Masken plus noch etwas anderes ist bis der Gesang oder Tanz ist.

00:53:26: Wo die Auseinandersetzung damit irgendwie... stattfehlen kann, auch in der Inszenierung.

00:53:32: Ja lieber Michael, lieber Haio!

00:53:34: In unserer nächsten Kategorie verbleiten wir euch unverschämterweise zum Glücksspiel.

00:53:40: Ich präsentiere euch die Hände hoch los Trommel.

00:53:44: Das ist ein Glas voller Fragen bestückt von Julianem Mennel, der langjährigen Projektmanagerin von Rimini Protokoll Und als Dozentin für Kulturmanagement begleitet Julianne unsere Puppenspielstudierenden über zwei Semester hinweg und eröffnet ihn die weite, weite Welt des Projekt- und Selbstmanagements.

00:54:02: Ganz genau!

00:54:03: Und nun bitten wir euch ein Los zu ziehen aus unserem Fragenglas – keine Sorge, jede Frage einen Gewinn!

00:54:10: Achtung jetzt kommt...

00:54:28: Was macht ihr in Momenten?

00:54:31: in denen ihr als Team nicht weiterkommt.

00:54:33: Das ist die erste Frage, welche Strategien habt ihr im Umgang mit künstlerischen Krisen?

00:54:42: Gute Frage!

00:54:43: Wichtig!

00:54:44: Ja

00:54:45: also wir versuchen dieses Scheitern ja wirklich... Wir suchen das ja ständig.

00:54:51: Also wir sind ganz oft an Punkten wo wir nicht weiterkommen und glaube ich zumindest so hinterfragen sehr viel die dinge, die wir machen und deswegen brauchen wir glaub ich auch viel zeit immer so für die entwicklung.

00:55:05: Und ich glaube wir haben da irgendwie so ein bisschen wie einen werkzeugkasten.

00:55:12: also so Wir versuchen unsere perspektiven zu verändern tun was was wir sonst eben nicht tun sondern fangen an zu schreiben zum Beispiel wir versuchen Dinge auf andere Art und Weise zu visualisieren, wie wir sie vorher noch nicht visualisiert haben.

00:55:29: Wir wechseln manchmal den Ort, wir machen frei... Wir fahren alle weg!

00:55:37: Wir machen eine Party.

00:55:39: also da gibt es sehr unterschiedliche Strategien und so ich glaube das entscheiden wir oft sehr intuitiv was wir dann tun in so einem Prozess.

00:55:47: Hört sich irgendwie an als ob ihr so aus dem Knoten rausgeht?

00:55:50: Also ihr zärt den Knoton Fester, sondern versucht den Kloten wieder locker zu kriegen.

00:55:56: Wenn sich ein Knoten gebildet hat?

00:55:58: Ja es bilden sich jeden Tagknoten.

00:56:01: Man ist immer mit Knotern.

00:56:03: Man is nie ... Knotenfreihe ist ne Illusion!

00:56:06: Also man muss sich eher dran gewöhnen... Jetzt bekommt der weiße Radschlag.

00:56:13: Ich glaub mal muss ich eher daran gewöhne dass immer Knotendah sind und das Was knotenfreies ist eine Illusion.

00:56:19: Und man weiß immer nicht, was das Richtige ist und es ist nie leicht.

00:56:24: Ich glaube mit so einer Einstellung ... Ist das dann irgendwie einfacher?

00:56:29: Bei uns hängt ein Zettel.

00:56:31: Das ist ein Spruch von Nick Cave im Probenraum.

00:56:34: It's better to act on a bad idea than not to act at all because a bad ideas might become good ones.

00:56:43: Wir versuchen uns daran zu gewöhnen, dass man immer nicht weiß und er maunsicher ist.

00:56:51: Was war der zweite Teil?

00:56:52: Ja es eigentlich die Strategien.

00:56:55: Die haben wir glaube ich.

00:56:56: also das wäre toll wenn da jemand mal drauf gucken könnte was wir so an Strategien haben weil die haben wir sicher.

00:57:04: ein Punkt ist denn ich mir angewöhnt habe zu sagen in der Arbeit willst du jetzt nochmal machen und das wirklich ernst meinen also wenn der andere Auf der Bühne ist und der Regisseur sagt oder der Spieleiter sagt, willst du es nochmal machen?

00:57:18: Und er sagt nein das ernst zu nehmen.

00:57:20: Der will das nie wiedermachen!

00:57:22: Mit dem Blick darauf dass wir manche Sachen tausendmal gespielt haben oder also Vorstellungen... Also ist das auch in der gewissen Weise.. Dass die Leute wissen.

00:57:31: ich muss das vielleicht hunderte Male machen.

00:57:35: Lass ich's lieber aber ich habe jetzt schon keinen Spaß mehr dran.

00:57:38: Also auch das ernstzunehmen willst du noch mal machen Und auch dieses Gesamte in Frage stellen.

00:57:45: Das gibt es, glaube ich, gerade wenn dann so ein Urlaub dazwischen ist und man denkt was macht man denn da?

00:57:52: Also das kann ja gar nichts werden.

00:57:54: also hatte ich auch solche Anfälle wo man alles hinwerfen will und sagt dass das einfach eine Irrtum

00:58:00: gab's.

00:58:00: irgendwann mal den Moment wo ihr von mir Flöts hin werfen wolltet

00:58:04: na für Uns Innen ist das ja gar nicht so da, glaube ich.

00:58:08: Es ist immer das nächste Projekt.

00:58:11: Ich glaube für das Außen ist dieses Familie Flöts dann sehr stark da.

00:58:15: Wir mussten dem irgendwann Namen geben.

00:58:18: aber eigentlich ist es für mich immer das Projekt in dem ich bin, dass es Familie Flötz oder das Nächste was im Planung ist und natürlich das Verwalten und versuchen zu erhalten was noch gespielt wird irgendwie Arbeit geben und das zu vermitteln zusammen mit allen, was eben da aufgebaut wurde.

00:58:41: Bei Familie Flitz sind viele Menschen dran beteiligt und es ist jetzt nicht eine Person die entscheiden kann – das gibt's jetzt nicht mehr.

00:58:47: Solange diese Menschen, die das betrifft, dann noch ne Form finden, das irgendwie weiterzumachen.

00:58:52: Es kann sein dass sie nicht mehr zusammenfinden da irgendwann oder so.

00:58:56: aber das kann nicht einer Person entscheiden, dass die Kompanie geschlossen wird.

00:59:00: Das geht strukturell irgendwie nicht.

00:59:03: Interessant geht ja bei einer Familie auch nicht

00:59:07: wirklich.

00:59:09: Wir sind die GBR und jeder ist Chef, theoretisch wenn er es ernst nimmt.

00:59:13: Träten dann auch die neuen Mitglieder in die Gbr ein?

00:59:17: Ja, wobei wir beide schon bis vor zwei Jahren zusammen mit dem Johnny Bedurgy fast alles bestimmt haben.

00:59:24: und jetzt wachsen eben andere nach.

00:59:26: und wie viel Platz machen wir?

00:59:32: Ja, ihr seid ja... Haben wir jetzt schon mehrfach gehört.

00:59:35: Ihr seid wahnsinnig viel auf Tour spielt in unglaublich vielen Ländern.

00:59:39: Was fehlt euch denn wenn ihr gerade mal nicht auf Tour seid?

00:59:41: Gibt es da was, was euch fehlt?

00:59:44: Also die Kompanie lebt vom Touren.

00:59:48: Wir bekommen keine regelmäßige Förderung.

00:59:50: Wir sind nicht institutionell irgendwie gefördert.

00:59:51: Das heißt das ist das was wir tun.

00:59:54: unsere Arbeit ist zu spielen Ist nicht in erster Linie zu kreieren oder zu produzieren, sondern es ist zu spielen.

01:00:03: Das ist da wo wir, wo die Kompanie ihren Lebensunterhalt verdient.

01:00:08: Das heißt wenn wir nicht tun fehlt uns erstmal Geld.

01:00:13: So sieht's aus!

01:00:16: Und die große Aufgabe ist das zu balancieren.

01:00:20: Dass man sozusagen so viel tut, sodass die Kompanie weiter existieren kann und dass die Kompanie sich trotzdem weiterentwickeln kann.

01:00:29: Also das ist die Kunst.

01:00:31: Tut ihr auch während ihr probt?

01:00:34: Müssen wir, ja!

01:00:36: Damit ein Ensemble etwas Neues entwickeln kann muss im Grunde ein anderes Ensemble das balancieren indem es tut.

01:00:44: Das war heute ein schöner Moment wo die neuen Hörden als Regisseur sagte Ja nee da bin ich nicht da, da tue ich alle drei und was machen wir dann?

01:00:51: Das finde ich sehr schön.

01:00:57: Aber das war eigentlich manchmal sogar sehr stark bewertet, dass wir gesagt haben Tour geht immer vor also Spielen geht vor entwickeln.

01:01:05: zwischen hat sich das schon ein bisschen geändert dadurch dass auch zwei also früher waren es drei Orsambels vor Corona jetzt sind sie zwei Orsammels.

01:01:13: wenn man's genau nimmt können wir auch drei Stücke noch gleichzeitig spielen am gleichen Abend.

01:01:18: also auch das wäre noch möglich haben wir auch viel gemacht früher.

01:01:21: jetzt wird das so maximal zwei am Abend.

01:01:24: Also das war sehr wichtig.

01:01:27: und jetzt sind die Produktion dann teilweise so gefördert, dass man sagt, man ist nicht mehr in dem finanziellen Druck.

01:01:36: Dass man weiß, man wird wahrscheinlich zur Premiere nicht hoch verschuldet sein sondern man hat vielleicht schon in der Nähe von Null.

01:01:48: Einem Ausgleich.

01:01:49: Und das war vorher so, dass ihr quasi erstmal ganz viel vorgeleistet habt und das musste man dann erst mal einspielen wieder... ...bevor man überhaupt im Plus kommt?

01:01:56: Am

01:01:56: Anfang war das so.

01:01:58: Also wir haben so wahnsinnig idealistisch unnaiv begonnen und wir haben ja erstmal was gemacht wie ich vorhin schon gesehen habe erstmal machen.

01:02:07: Wir haben denn erst nach vierzig-fünfzig Vorstellungen überhaupt angefangen damit Geld zu verdienen.

01:02:13: Das ist natürlich heute anders.

01:02:14: es geht auch nur wenn man in bestimmten Lebensumständen ist oder wenn man parallel sein Geld woanders verdienen kann.

01:02:25: Am Anfang war es ein bisschen, da haben wir uns selber so quer finanziert eigentlich und das geht mit einer größeren Gruppe von Menschen einfach nicht mehr.

01:02:33: Das heißt natürlich auch dass sehr viel mehr Energie und Zeit in die Finanzierung von Projekten geht und so.

01:02:39: Und ist es so, dass alle die Teil eurer Ensemble sind damit ihren Haupt-Lebensunterhalt verdienen?

01:02:46: Das ist ja unterschiedlich.

01:02:47: Das ist sehr divers eigentlich, wie so... Wie gesagt das ist so ein Planetensystem.

01:02:52: oder gibt es Leute die da wirklich... Da sind vielleicht was hier nicht zehn, elf?

01:02:57: Die quasi hauptberuflich das machen und dann gibt's Leute bei denen es dann vielleicht so eine Fifty-Fifty ist, die machen noch... ...sind manchmal auch immer anderen Ensemble oder arbeiten solistisch.

01:03:09: Wollen andere Projekte machen?

01:03:11: Machen noch andere Dinge.

01:03:12: Also sie hatten bis Corona kamen versucht dass Wir so viel Arbeit schaffen oder Termine haben, dass wir sozusagen im Terminkalender Nummer eins bleiben.

01:03:22: Das macht die ganze Organisation sehr einfach.

01:03:25: Das hat sich geändert!

01:03:27: Wir sind teilweise zwei drei vier jetzt und dann gibt es natürlich viele Kollisionen in den Terminen.

01:03:34: Ja an diese Zusammensetzung der der Company möchte ich total gerne anknüpfen weil wir haben's ja jetzt schon gehört.

01:03:40: also es kommen regelmäßig neue Leute dazu.

01:03:42: andere hören vielleicht auf aber ihr beide seid so

01:03:45: Das

01:03:45: Kontinuum, ihr seid der harte Kern.

01:03:48: Ihr seid irgendwie eigentlich immer dabei auf der Bühne aber auch davor und manchmal beides gleichzeitig oder früher auf jeden Fall.

01:03:56: Und dieser künstlerische Spagat interessiert mich und deswegen stelle ich euch jetzt

01:04:02: die Frage aus der

01:04:03: Studiere Wie macht ihr das wenn ihr Regie führt und gleichzeitig spielt?

01:04:12: also Beides habt die Innen- und die Außenperspektive.

01:04:16: Das habe ich zweimal gemacht.

01:04:18: Beim ersten Mal habe ich gesagt, dass werde ich nie wieder machen.

01:04:23: Da war es wirklich schlimm.

01:04:25: Es war bei Restaurante, Motale, Maskenbauen, Bühnenbilds, Spielen und Regie machen.

01:04:31: Das war einfach eine völlige Überforderung.

01:04:33: da kann nicht nur sagen es ist toll wenn man solche Kollegen hat die haben das alles ertragen und mitgetragen und das war einfach ein gemeinsames entwickeln und Regie führen.

01:04:43: Ich bin ab und zu raus und habe am Ende einfach jemand gehabt, aus dem ersten Stück der dann die letzten beiden Wochen unten war.

01:04:53: Und dann haben wir es trotzdem noch mal gemacht.

01:04:55: da haben wir zusammen Regie geführt bei Infinita und da wussten wir schon, das braucht auf jeden Fall jemand, der dann rausgeht.

01:05:04: also wir haben das Stück zusammen entwickelt und dann für die Proben des Stückes zusammenzubauen war ich eben drin.

01:05:11: Dann waren wir so zu dritt oder auch mit allen weitergearbeitet an dem Stück.

01:05:16: Da war die Struktur, wie wir es machen recht schnell da und was wir brauchten und dann war eben auch die Arbeit klar dass jemand auf jeden Fall außen sein muss der dann die Regie übernimmt das Outside Eye macht.

01:05:33: Aber ich würde das nicht nochmal machen.

01:05:36: Diese beiden Male haben mir gereicht, also die Aufgabenverteilung ist schon was sehr Sinnvolles gerade bei Masken.

01:05:42: Also was Haio eben erzählt hat über das Aufsetzen der Masken Das ist ja wirklich so und braucht eigentlich auch immer ein neues Auge oder neuen Geist oder eine Neugier in dem er guckt.

01:05:53: Und das kann ja auch nicht mal kann ja ein Regisseur oder ein Erster Zuschauer wie ich es auch gerne nenne kann ich immer herstellen.

01:05:59: Er schlaft ja auch, er weiß schon was ich mache.

01:06:03: und dann wenn man aber merkt, da guckt jemand Neues zu, macht das auch eine Art der Regie.

01:06:09: Ich sage oft wir fangen mit der Premiere anzuarbeiten dass man dann merkt was man eigentlich getan hat ganz oft lange dabei geblieben, zwanzig dreißig.

01:06:21: Also insgesamt vielleicht dann in der ganzen Reihe fünfzig Vorstellungen wo wir noch Dinge geändert haben.

01:06:26: Wo du von außen immer weiter schaust und siehst ah das funktioniert.

01:06:30: und

01:06:30: da ist was noch nicht gelöst?

01:06:32: Das stimmt der Beat noch nicht.

01:06:35: Da stimmt die Situation nicht dass es überflüssigt.

01:06:38: Da fehlt noch komplette Szene.

01:06:41: Man versteht so viel mehr, wenn das Publikum da ist.

01:06:44: Also man versteht ja erst was ist die tatsächliche Erzählung überhaupt?

01:06:49: der Bogen, was ist der Atem?

01:06:51: Was ist die Kurve?

01:06:52: Aber auch was wird wirklich verhandelt.

01:06:54: Was passiert wirklich nicht?

01:06:56: Was haben wir uns ausgedacht und vorbereitet?

01:06:59: Sondern was ist wirklich Phase jetzt?

01:07:01: Unabhängig von dem was individuell in jedem Kopf sehr unterschiedlich passiert?

01:07:07: aber es gibt etwas das mich im Maskentheater immer fasziniert also das sogenannte Archetypische Also dass was uns alle verbindet Das was uns irgendwo den gleichen Boden gibt.

01:07:17: Deswegen meine ich, das ist auch das was mich am meisten interessiert.

01:07:20: Dass die Leute sagen Ich bin Mensch!

01:07:22: Ich gehe mit wenig Mut rein und jetzt habe ich irgendwie mehr Mut wie der Mensch zu sein.

01:07:26: Also dieses...ich bin verstanden worden.

01:07:28: Also ich verstehe mehr vom Menschensein.

01:07:30: Und das ist etwas was uns eben auf der ganzen Welt verbindet.

01:07:34: Das haben wir so erlebt.

01:07:36: Die Menschen erleben was gleich, obwohl glaube ich in ihrer Differenzierung und diese diversen Erfahrungen Unendlich groß.

01:07:47: Aber irgendwas ist, und das ist, hier wird es Rhythmus Musik wie auch immer man es nennt, was mehr mit Musik und Schwingung beschrieben ist als jetzt mit Details oder... aber was Hayo sagt ist eben das Wichtigste.

01:08:03: ich möchte auch das Stück verstehen als Regisseur.

01:08:07: Ich finde das ein großes Missverständnis im Theater dass nach der Premiere nicht weiter gearbeitet werden.

01:08:13: also ich verstehe diesen diese Übergabe oder diesen Respekt vor den Schauspielern, aber so dass der Regisseur ja auch oft nicht mal mehr zur Premiere geht.

01:08:22: Weil er sagt nach der Generatorbe ist meine Arbeit beendet und aus Respekt für den Spielern.

01:08:27: Ich verstehe das, aber bei uns ist es anders weil wenn die Spieler in alle Autorinnen sind, auch der Arbeiten sind und da ist man gemeinsam.

01:08:35: Ist man auch irgendwie gemeinsam?

01:08:38: Das ist wie ein Kind.

01:08:40: also das lässt sich ja auch nicht von einem Tag auf einen anderen alleine.

01:08:45: Wir sehen uns beim Abi-Ball.

01:08:46: Ja,

01:08:47: und das so ein bisschen ist ... Man muss ja erst mal kennenlernen!

01:08:50: Und mit der Premiere beginnt das Kennenlernen des eigentlichen Stückes, das Beginn für die Beteiligten.

01:08:56: Das auch so hört sich doof an aber unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit.

01:09:02: nur dann kann ich einen Stück auch zehn Jahre spielen wenn nicht mich darum kümmere das zu verstehen oder das zu verfeinern oder starkzumachen.

01:09:11: also gerade für Freie Kompanien oder freie Arbeit ist es extrem wichtig, also auch aus Nachhaltigkeit dass ich das noch spielen kann.

01:09:19: ganz doof.

01:09:20: Dass ich das im Repertoire habe und dass das besser wird.

01:09:25: Und wenn jetzt eine Person daran Interesse hat bei euch mal mitzuspielen oder Teil von Familie Flötze werden wie müsste man denn da vorgehen?

01:09:34: Seid ihr offen für neue Satelliten?

01:09:37: Das ist sehr unterschiedlich wie wir von Menschen mitbekommen.

01:09:40: das ist natürlich auch durch die Workshops.

01:09:42: Natürlich gibt es auch Leute, die sich direkt bewerben.

01:09:45: Die direkt uns anschreiben und sagen sie wollen mit uns arbeiten.

01:09:50: Dann gucken wir immer so ein bisschen an den Schulen was sich so entwickelt Was da so an Menschen vielleicht Interesse hat oder Begabung hat.

01:10:00: Wir machen sehr ungern und sehr selten nur in Notlagen Castings Und was wir gerne machen sind so Arbeitsproben und Workshops sind irgendwie eine gute Möglichkeit um zu sich unverbindlich kennenzulernen und also tatsächlich viele der leute die so in den letzten fünf sechs sieben jahren zur kompanie gekommen sind haben uns vielleicht angeschrieben oder irgendwie getroffen nach einer vorstellung oder auf dem festival und haben dann geschrieben mich hat es mich interessiert dass irgendwie sagt mal bescheid wenn ihr was macht und dann machen wir das auch.

01:10:31: denn Kann man sich in den Newsletter eintragen und dann weiß man, wann zum Beispiel so Workshops irgendwo sind.

01:10:36: Und die sind ja auch oft in verschiedenen Ländern an verschiedenen Orten, sodass sich sehr unterschiedliche Leute da auch da teilnehmen können.

01:10:42: Und dann bleibt man manchmal mit Leuten danach in Kontakt weil es irgendwie eine Neugierde gibt.

01:10:48: Dann lädt man sich mal ein zu einer Vorstellung ich spiele da und da kommst du gucken... ...und dann gibts auch Leute, die zum Beispiel einfach denn sagen Sagt Bescheid, wenn ich euch bei irgendwas helfen kann.

01:11:00: So zum mal rein sneaken und irgendwie hospitieren oder... Und dann sind das oft Dinge die sich so über ein paar Jahre Beziehungen, die sich aufbauen.

01:11:10: Was du sagst, dass da Vertrauen entstanden ist und nicht im Casting nur die Fähigkeiten bewertet werden sollen?

01:11:17: Wo man merkt, man kennt sich und dann sagt, das würde doch jetzt gut passen!

01:11:21: Das verbringt ja auch sehr viel Zeit auf engstem Raum.

01:11:24: Das muss ja irgendwie menschlich erstmal passen.

01:11:26: Genau.

01:11:27: Ja,

01:11:27: ist wirklich wichtig!

01:11:29: Weil wir uns auch.

01:11:29: die Ensembles tragen viel Verantwortung und das muss stabil sein.

01:11:32: Also sie sind dann zusammen für fünf sechs Jahre oder noch länger... Und es muss funktionieren.

01:11:38: Das ist extrem wichtig, dass das irgendwie passt und alle sich wohlfühlen und alle Lust haben aufeinander und nicht nach einem dreiviertel Jahr schon die Faxen dicke haben und sie eigentlich nie mehr erleiden können.

01:11:51: So Entscheidungen treffen ja immer kollektiv.

01:11:53: also wenn jetzt jemand gesucht wird zum Beispiel Es wird noch eine Musikerin gesucht für eine Produktion, denn entscheiden wir das sehr kollektiv.

01:12:02: Das kann nicht ne Entscheidung von einer Person sein?

01:12:05: Nee gar

01:12:06: nicht!

01:12:06: Das wurde bis jetzt auch zum Glück immer sehr offen ausgesprochen.

01:12:11: Wir freuen uns einfach über jede Kontaktaufnahme und wir beantworten jede E-Mail von Leuten die irgendwie ihr Interesse an deiner Arbeit schreiben und versuchen es ernst zu nehmen.

01:12:23: Das wird natürlich mehr.

01:12:24: Ich habe gerade auf dem Weg hierher wieder ausgeteilt, hab gehört in Wichensa machten kurz und du hast mich in Ferrara kennengelernt als ein Schauspieler.

01:12:32: Kannst du dich erinnern?

01:12:33: Und ich will mich da bewerben!

01:12:34: Ich will nur wissen dass du das weißt.

01:12:36: Kurze Begegnungen wo man irgendwie Sympathie auch hatte nach einer Vorstellung wo Leute sich trauen zu kommen und es ist sehr schön in dieses Ensemble dann so Zuwachs bekommen nach der Vorstellung von Leuten die sich austauschen, die was erzählen, was erlebt haben, was sie erlebt haben.

01:12:50: Okay, bevor wir in das Finale dieser Händehoch-Episode mit euch einlaufen machen wir noch einmal halt in einer Rubrik die nennt sich Tips and Tricks.

01:12:59: Hier stapeln so kleine Haufen von Erfahrungen aus der Praxis?

01:13:03: Lasst uns mal zusammentragen.

01:13:05: was hat bei euch gut geklappt?

01:13:07: Was war wichtig um Familie Flöts zum Laufen zu kriegen?

01:13:13: Eine Sache fällt mir ein so Arbeit zieht Arbeit an.

01:13:16: also lieber sich Arbeit schaffen und es zu viel machen.

01:13:21: Daraus entwickelt sich schon was als auf die perfekte Gelegenheit zu warten.

01:13:26: Besser selber machen, als darauf zu warten dass jemand einen fragt oder jemand dich einlädt machen.

01:13:35: Vier spielen wollen und dann auch realistisch gucken wo das möglich ist?

01:13:39: Die Leute pflegen also die... Und untereinander im Ensemble.

01:13:44: Das ist wichtig sich ernst zu nehmen aufeinander Acht zu geben da rein zu investieren ist wichtiger als in Sachen zu investieren,

01:13:53: zusammen essen gehen.

01:13:54: Das ist ganz

01:13:56: wichtig!

01:13:56: Ganz wichtig!

01:13:57: Viel

01:13:57: Geld ausgeben für gutes Essen zusammen

01:14:00: und guten Wein.

01:14:01: Das Feiern, Zeit zusammen feiern.

01:14:03: Schön!

01:14:04: Das Theaterfeiern, jedes Mal das Theaterfeier.

01:14:08: Dass es eine Feier ist der Abend und

01:14:10: nicht

01:14:11: nur eine Arbeit.

01:14:13: Und nicht nur Funktionen, also ich glaube Funktion steht der Kunst sowieso im Weg.

01:14:18: Also was wir immer so leichtfertig nebenbei sagen das muss funktionieren.

01:14:22: Es muss gar nichts funktionieren.

01:14:24: Funktion ist genau... Das sind die Maschinen Die funktionieren aber wir funktionieren nicht.

01:14:29: Eine andere Sache fällt mir ein Am Anfang als wir so angefangen haben zusammen zu arbeiten Haben wir Leute gefragt wie wir das machen sollen?

01:14:36: Also so Beratung So Leute aus irgendwelchen Kulturbüros.

01:14:41: Wenn wir auf die gehört hätten, dann gelb's uns nicht.

01:14:44: Also alle haben uns abgeraten oder haben gesagt ne das könnt ihr nicht machen Das ist zu schwierig oder das interessiert niemanden Oder das finanziert euch keiner.

01:14:52: also nicht auf leute hören Die vermeintlich Spezialisten sind weil oft haben die leute auch Nicht so viel ahnung von der praxis oder von anderen möglichkeiten.

01:15:02: Ja einfach nicht so denken dass sich andere leute immer besser auskennen, was für einen Säuber jetzt das Beste ist.

01:15:10: Das ist doch vielleicht ein ganz gutes Schlusswort für dieses Tipps und Trades.

01:15:16: Es ist soweit lieber Michael, lieber Harjo!

01:15:20: Wir kommen zur letzten Frage dieser Folge und die kommt diesmal nicht von uns sondern von euch.

01:15:26: Und mit dieser Frage im Gepäck machen wir uns auf den weiten Weg bis in die Schweiz Denn in der nächsten Episode sind wir zu Gast in Verschow an der Akademie Adimitri einer Hochschule für Physical Theater, mit der wir schon vor drei Jahren unter anderem unser Partner-Klassenprogramm begonnen haben.

01:15:43: In Verscho sprechen wir mit der Regisseurin Schauspielerin und Dozentin für Pantomime Nancy Fürst über die Ausbildung an der Dimitri Hochschulle und die Szene in der Schweiz.

01:15:54: Habt ihr eine Frage, die wir mitnehmen können?

01:15:56: Dann kommt hier...

01:16:08: Obwohl ihr so weit abgeschieden von der Welt da im Tal in Werscho lebt und arbeitet, dass die Studierenden frische neue Angebote mitbekommen und sich da weiterentwickeln können über den Horizont dieses Tals hinaus.

01:16:26: Vielen vielen Dank für diese Frage.

01:16:28: ich bin gespannt auf die Antwort!

01:16:29: Und die schicken wir super gerne auf Reise.

01:16:31: nehmen sie mit im Handpack auf den Weite Zugfahrt Und mit dieser Frage sind wir nun auch am Ende unseres Gesprächs angekommen.

01:16:39: Lieber Haio, lieber Michael!

01:16:40: Vielen vielen Dank.

01:16:41: das waren wahnsinnig spannende Eindrücke und Einblick in eure Arbeit.

01:16:46: Danke danke, es war super schön gewesen.

01:16:48: Danke dir für die Einladung.

01:16:51: Und wenn ihr da draußen in Zukunft keine Folge von Hendo verpassen wollt dann abonniert diesen Podcast und lasst einen Gruß da und ein Like und schickt euch das Ding einmal quer durchs Internet.

01:17:00: Ihr kennt den Social Media Grill richtig.

01:17:02: Feuer fängt ja nur mit Likes.

01:17:04: Und wenn ihr mehr von Puppe wollt, dann kommt zu den Vorspielen und Fundusführungen der Puppee an der Busch.

01:17:09: Alle Infos findet ihr auf der Website.

01:17:11: Den Link dazu gibt's in den Show Notes – dort stehen auch alle Infos für ein Studium der zeitgenössischen Puppenspielkunst an der Ernstbusch!

01:17:19: Die Website von Familie Flöts, inklusive Spielterminen und weiteren Hintergrundinformation verlinken wir euch ebenfalls in den Show notes.

01:17:26: Schaut gerne vorbei!

01:17:43: Macht's gut, liebe Leute.

01:17:44: und nochmal ein herzliches Dank an euch hier mit uns im Studio.

01:17:47: Und viele Grüße ans ganze Team!

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