Kulturpolitik und Ensemblegeist - Zu Gast am Figurentheater Chemnitz (23)

Shownotes

HÄNDE HOCH ist wieder unterwegs. Diesmal sind wir in Chemnitz, einer Stadt, die in letzter Zeit Schauplatz von kulturellen Großevents wurde. Aber wie geht es eigentlich den Menschen, die dort täglich ihren Beitrag zur kulturellen Vielfalt der Stadt leisten? Was sind die aktuelle Entwicklungen, denen sich die Künstler*innen stellen müssen und wie steht es um das Stadttheater im Interimsgebäude? Wir sprechen mit Gundula Hoffmann, Leiterin der Sparte Figurentheater am Stadttheater Chemnitz und den beiden Ensemblemitgliedern Anna Lehotská und Caroline Galvis über ihren theatralen Blick auf die Themen von Chemnitz, über ihre Strategien in der Ensemblepflege und die Wünsche an die sächsische Kulturpolitik.

In Chemnitz steht bald die Jubiläumswoche an, 75 Jahre Figurentheater in Chemnitz! Das ist definitiv eine Reise wert: 30.11.-6.12.2026

Der Podcast HÄNDE HOCH folgt Lebenswegen und Umwegen von Menschen auf dem Weg zur Puppe. Denn nicht überall wo Puppe drinsteckt, stand vorher auch Puppe drauf. Viele spannende Gäste aus der Szene der zeitgenössischen Puppenspielkunst stehen Rede und Antwort.

Die dritte Staffel HÄNDE HOCH wird produziert von Regisseurin und Professorin Roscha A. Säidow und Puppenspielstudentin Paula Engel.

Mit freundlicher Unterstützung der Abteilung für zeitgenössische Puppenspielkunst der HfS Ernst Busch. 
 Sounddesign und Schnitt: Roscha A. Säidow

LINKS ZUR FOLGE:

Zeitgenössische Puppenspielkunst der HfS Ernst Busch: [https://www.hfs-berlin.de/studium/puppenspielkunst ](https://www.hfs-berlin.de/studium/puppenspielkunst ) Figurentheater Chemnitz: [https://www.theater-chemnitz.de/figurentheater/premieren/premieren-2026/2027 ](https://www.theater-chemnitz.de/figurentheater/premieren/premieren-2026/2027 )

Programm Jubiläumswoche Figurentheater Chemnitz 30.11.-6.12.26 https://www.theater-chemnitz.de/figurentheater/75-jahre-jung-ein-jubilaeum

Hände Hoch auf Instagram: @haende_hoch

Transkript anzeigen

00:00:10: Hallo und herzlich willkommen zu Hände hoch, dem Podcast über Menschen hinter Puppen.

00:00:16: Wir sind heute zu Gast in einer Stadt die in letzter Zeit zum Schauplatz von internationalen Groß-Events geworden ist.

00:00:22: Paula wo sind wir denn heute?

00:00:33: Hier ist also gerade richtig viel los, denn Chemnitz hat neben den Mega-Events auch ein Fünfspartentheater und eine dieser Spaten ist das Figurnteater an dem wir uns heute befinden.

00:00:44: Wir

00:00:44: sprechen mit der Leiterin des Figurenteaters Gondola Hoffmann...

00:00:47: ...und den beiden Ensemblemitgliedern Caroline Galvis und Anale Hocker über

00:00:51: ihre künstlerische Herangehensweise an gesellschaftspolitische Themen

00:00:55: in Chemniz über Strategien in der Ensemble Arbeit

00:00:58: und über die aktuellen kulturpolitischen Herausforderungen, denen sich das Stadttheater sowie die freie Szene stellen müssen.

00:01:06: Ich bin Rocha Asseidoff, Regisseurin, Freie Künstlerin und Professorin an der Abteilung für zeitgenössische Puppenspielkunst der HFS Ernst Busch

00:01:14: Und ich bin Paula Engel, Studentin im vierten Studienjahr-Puppenspiel an der Busch.

00:01:19: Paola

00:01:20: Rocha

00:01:21: Vorhang auf und bühnefrei für Folge XXIII von

00:01:25: Hände

00:01:35: hoch!

00:01:39: Hallo und herzlich willkommen bei Hände hoch, dem Podcast über Menschen hinter

00:01:43: Puppen.

00:01:44: Wir sind heute zu Gast am Figurnteater Chemnitz einer Sparte des Stadttheaters hier vor Ort.

00:01:49: Und mit uns hier vor dem Podcast Mikros sitzt Gundula Hoffmann.

00:01:53: sie ist langjährige Leiterin der Sparte Figurenteater und mit ihr sind heute zur Gast zwei Menschen aus dem Assemble Karoline Galvis und Anna Lehorzka.

00:02:03: Willkommen bei Hende hoch!

00:02:05: Schön, dass wir da sein können.

00:02:07: Vielen Dank!

00:02:09: Ein herzliches Willkommen auch von mir.

00:02:12: Liebe Gondola du bist seit nunmehr schon etwas über zehn Jahren hier am Haus als Leitung für Figurnteater und in deiner ersten Spielzeit haben wir tatsächlich auch zusammengearbeitet und zwar mit einer Produktion an die ich mich noch total gerne erinnere Mr.

00:02:27: Love Is In Town.

00:02:28: eine schöne Zeit und das war damals so ne richtige Aufbruchsstimmung.

00:02:33: Und über die Jahre hier am Haus und die Entwicklung, eure Arbeit hier möchten wir gerne heute mit euch ins Gespräch kommen.

00:02:40: Leider kann uns ein drittes Ensemblemitglied Lina Mareike Wolfram nicht begleiten da sie kurzfristig krank geworden ist.

00:02:48: Gute Besserung!

00:02:54: Lass uns doch mal zu Beginn eine kleine Vorstellungsrunde machen.

00:02:58: Wie lange seid ihr hier jetzt schon am Figurnteater Chemnitz?

00:03:01: Was sind eure Rollen am Haus und womit beschäftigt ihr euch gerade?

00:03:05: Also mein Name ist Gondola Hoffmann, ich bin Leiterin des Figurenteaters seit über zehn Jahren schon.

00:03:15: Ich leite die Sparte eigentlich fast schon paritätisch mit unserer Dramaturgin Frederik Gespindler.

00:03:22: Ich führe ab und zu Regie, spieler auch ab und Zu.

00:03:27: Und entwickle auch gemeinsam mit dem Ensemble meistens das Programm.

00:03:31: Wir tauschen uns sehr darüber aus was wir hier machen wollen.

00:03:35: Jetzt gerade proben wir an unseren Weihnachtsmärchen Das Mädchen von Weithair Da spiele ich gemeinsam Mit einer Kollegin aus dem Ensembl Und parallel sind wir noch in Entproben für Wunderkinder.

00:03:49: Das ist unsere Jubiläumsproduktion und das ist ein Solo von Anna, damit haben wir bereits nächste Woche Premiere!

00:03:59: Also ich heiße Anna Lehozka und bin hier seit zwei Jahren am Ensemble im Figurantata Chemnitz und genau wie Gunula gerade meinte sind wir gerade am Entprobe mit dem Stück Wunder

00:04:10: Kinder

00:04:11: und es ist ganz spannend, es ist eine Stückentwicklung.

00:04:15: Wir setzen uns mit diesem Begriff Wunderkinder auseinander und haben dazu auf der Bühne ein altes Chamberloh, wo ich auch ganz viel auf dem Chamberlohen im Stück spielen darf.

00:04:26: Was ich ganz schön finde war eine Geschichte mit Spielen, also Klavierspielen habe.

00:04:31: Ich hab vierzehn Jahre Klavier gespielt als Kind und hab dann ganz lange nicht mehr gespielt.

00:04:36: Und jetzt in diesem Stück kann ich ganz viel spielen und darüber auch ganz viele zu dem Thema erzählen – das find' ich total schön!

00:04:45: Ich bin Karoline Galvis und ich bin auch Spielerin hier am Haus.

00:04:48: Das ist jetzt meine dritte Spielzeit, also seit der Spielzeit vierundzwanzig-vierundzwanzig bin ich hier.

00:04:53: Anna und ich haben auch gleichzeitig hier angefangen.

00:04:56: Das war so eine Spielzeit wo sich das Ensemble nochmal sehr umstrukturiert hat.

00:05:00: Einige Leute haben aufgehört und wir kamen zu viert neu ins Ensemble und sind seitdem irgendwie total schön zusammengewachsen und sind irgendwie alle sehr glücklich hier Und ich hatte gerade Premiere letztes Wochenende mit dem Grand Hotel der Gefühle von Luise Bose, die die Regie gemacht hat und mir ganz tollen Puppen von Panne Fatal.

00:05:24: Als nächstes stehen Umbesetzungsproben an und dann eben auch unsere Jubiläumswoche Ende November-Anfang Dezember, wo das Figur im Theater dann seventy fünf Jahre jung wird.

00:05:35: Wow!

00:05:37: Genau da haben wir gestern auch schon ... Ganz viel drüber gesprochen.

00:05:40: Gestern hatten wir eins von unseren schönen Ensemble-Treffen,

00:05:43: aber sagt man wie viele Leute seid ihr immer Ensemble?

00:05:46: Weil ihr seid nicht nur vier, ihr seid glaube ich mehr ne?

00:05:49: Wir sind sechs insgesamt und zwei davon sind auf einer halben Stelle.

00:05:53: also es sind sozusagen zwei leute die sich eine stelle teilen.

00:05:56: das bin einmal Ich und einmal Amelie Schmidt die jetzt gerade neu dazu gekommen ist dieses Jahr

00:06:01: auch von der Busch Lubner Und du bist in einer Doppelfunktion Gondola denn du spielst und leidest dich Beate

00:06:09: Wobei ich sagen muss, dass ich wirklich wenig spiele.

00:06:11: Es ist wirklich nur für einige ausgewählte Dinge beziehungsweise.

00:06:15: es geht natürlich immer erst mal darum das das Ensemble ausreichend zu tun hat und es geht eher darum irgendwo mal reinzuspringen einerseits wenn's gerade gebraucht wird und andererseits spüre aber auch dass es wichtig ist so alle ein zwei Jahre wieder zu spielen um eine Nähe zum Ensemble auch zu haben und auch zu spüren, wie viel Energie und Anstrengung es braucht.

00:06:38: Zu proben und zu spielen weil man mitunter dieses Gefühl dafür verliert und ich dann manchmal mich erwische darüber nachzudenken.

00:06:47: naja die haben jetzt geprobt das ist ja auch nun nicht so können doch jetzt noch das und dass machen.

00:06:52: und in dem Moment wenn ich dann selber wieder gepropt habe auch zu Spüren selbst wenn's nur vier Stunden am Tag sind wir anstrengend aber auch ist wenn man sich voll reinschmeißt gut da irgendwie ein Gespür für zu behalten und nicht komplett in diese Verwaltungsebene zu rutschen.

00:07:09: Apropos Verwaltungen, wir sitzen ja hier gerade in deinem Büro Gundula im Gebäudekomplex Spinnbau.

00:07:15: was genau ist der Spinnenbau für eine Institution?

00:07:19: Also genau genommen ist dieses riesige Areal, in dem wir uns hier befinden eigentlich eine Interimsspielstätte.

00:07:26: Wir sind in der Spielzeit zwanzig-einundzwanzig zweihnzwanziger aus dem alten Schauspielhaus hergezogen Weil dieses Schauspielhaus ertüchtigt, so nannte es sich damals werden sollte aufgrund von Brandschutzfragen und als wir quasi komplett draußen waren wurde festgestellt das Dilemma da so groß ist also dass man so viel quasi erneuern muss.

00:07:49: Dass das finanziell eigentlich nicht leistbar ist.

00:07:51: Und so sitzen wir nun also statt zwei Jahre, wie es ungefähr geplant war.

00:07:56: Nun schon eben seit zwanzig-zweiundzwanzig hier im Spinnenbau in dieser Zwischenlösung.

00:08:02: das hat Vor und Nachteile aber leider sind wir eben relativ weit ab vom Schuss und haben auch bauliche Mängel beziehungsweise... Das ist natürlich kein Gebäude!

00:08:11: Das ist eben wirklich ein ehemaliges Spinnereimaschinenwerk und bestimmte Bedingungen entsprechen hier natürlich nicht dem was ein Theater braucht.

00:08:19: Wir sind gerade schon einmal durchs Haus gelaufen.

00:08:21: Das heißt bei der großen Schauspielbühne, dass das eigentlich ein ehemaliger ... Was war das Veranstaltungsraum?

00:08:27: Wenn ich es richtig weiß dann war das der ehemallige Speisesaal.

00:08:31: Man kann da wenig zaubern, also das was Theater eben ausmacht.

00:08:34: Die Bühne hat keine Tiefe.

00:08:35: Es gibt keine Unterbühne man kann von der Seite schwer etwas reinfahren und man sitzt auch im Zuschauerraum wirklich weit weg.

00:08:41: an den Seiten fliegt die Energie ziemlich raus akustisch ist es nicht günstig und überhaupt die Akustik zwischen dem Saal der großen Bühnen direkt drunter liegt.

00:08:52: Das ist problematisch, weil da gibt es einfach totale Verbindungen was man hört.

00:08:57: also wenn oben gespielt wird müssen wir einfach gucken wie wir uns zeitlich anordnen mit den Vorstellungen.

00:09:02: das macht natürlich auch was die Planung betrifft noch mal sehr viel komplexer weil wir uns immer mit dem Schauspiel absprechen müssten wann spielt wer um sich gegenseitig nicht zu stören.

00:09:14: Ihr seid ja hier als Figurnteater Sparte an einem Meer, Spartenhaus und wir haben gesehen dass ihr im Sommer auch Projekte zusammengearbeitet habt mit dem Ensemble vom Schauspiel.

00:09:24: Wie ist das so als Sparte in einem Meer-Spartenhaus zu fungieren?

00:09:29: Wie begegnet ihr euch?

00:09:30: arbeitet ihr zusammen?

00:09:32: Möchtet ihr was sagen?

00:09:33: Anna vielleicht oder?

00:09:36: Also du hast ja gespielt in

00:09:38: der letzten

00:09:39: Co-Produktion jetzt zwischen Schauspielen und Figurteater?

00:09:42: Ja, ja genau.

00:09:43: Also ich war im Dungelbuch drin zusammen mit Jakob Lina und Anne.

00:09:50: also ich fand es prinzipiell sehr schön dass so eine Ko-Produktion entsteht.

00:09:55: und ja ich glaube das wäre total schön wenn es noch mehr gäbe auch tatsächlich zwar natürlich auch also spannend weil der Regisseur von dem Stück... Also er hat noch nicht so viel mit Puppe gemacht im Leben und das war auch dann interessant, zusammenzuarbeiten.

00:10:16: Also Gunndula war ja auch als Puppenleiterin oder Puppenkotchen in der Produktion mit drin was super war weil dann konnte man das also zusammenbringen.

00:10:29: die Affen waren so eine Mischung zwischen Schauspiel- und Puppenteater würde ich sagen hier kann war ganz Puppe und also hat sie auch und dann die andere Tiere waren von Schauspielen gespielt

00:10:40: Aber es gab quasi innerhalb der Inszenierung nicht so viele Überschneidungen zwischen Schauspielerinnen und PuppenspielerInnen.

00:10:47: Also jeder ist ein bisschen seinem mit je nachgegangen, das hat sich nicht so gemischt.

00:10:52: Das hatten wir uns ein bisschen gewünscht dass es da vielleicht noch mehr Überscheidung geben könnte.

00:10:57: Vielleicht kann man strukturell noch sagen, dass so einen Fünfspartenhaus natürlich eigentlich ganz viel Möglichkeiten bietet.

00:11:04: der Zusammenarbeit von Crossover Produktionen Wir uns, glaube ich alle sogar ziemlich.

00:11:11: Es ist aber in der Planung extrem schwierig.

00:11:14: also da kocht auch jede Sparte so ein bisschen ihr eigenes Süppchen.

00:11:18: und bis wir uns austauschen zu den jeweiligen Spielplanen vor haben es oft dann schon entschieden wer was macht?

00:11:25: hier am haus das musiktheater wir sind zu Gast im Figurnteater.

00:11:29: Ihr habt vom Schauspiel erzählt Was für sparten gibt's noch?

00:11:34: Sinfonieorchester und Ballett.

00:11:36: Das sind also fünf Spaten.

00:11:37: Insgesamt fünf Sparten unter einem Dach?

00:11:40: Nicht ganz, wir sind zwei Häuser.

00:11:42: es gibt das Opernhaus und im Opernhaus sind Sinfonienorchester- und Opa-, und das Ballett!

00:11:50: Und hier im Spinnenbau sind das Schauspiel und wir das Figur- und Theater.

00:11:55: So ihr Lieben, bevor wir dann so richtig los sprinten in unserem Podcast Staffel auf legen wir noch mal einen kleinen Zwischenstopp ein.

00:12:03: In einer Rubrik die nennt sich Speedrunde das ist unser kleines Hände hoch warm ab um eure Zungen zu lockern und die Spontanitätsmuskeln ins Schwitzen zu bringen.

00:12:14: Ganz genau alle einmal vortreten an die Linie.

00:12:18: Die Speedrunde

00:12:19: funktioniert nämlich so also wir beginnen gleich Sätze die ihr spontan beendet.

00:12:24: Seid ihr bereit?

00:12:25: Dann auf die Plätze.

00:12:26: Fertig...

00:12:27: Hände hoch!

00:12:36: Gunndula, der Herbst schmeckt für mich nach?

00:12:39: Blättern.

00:12:40: Caro mit diesem Instrument werde ich nicht warm.

00:12:44: Gitarre.

00:12:47: Gunndola Disco oder Jazz Club?

00:12:51: Disco

00:12:52: Anna.

00:12:53: dieses Tier hätte ich gern als Freund.

00:12:56: Elefant

00:12:57: Gundula, wenn Geld keine Rolle spielen würde, sehe mein Zuhause so aus.

00:13:02: Wie eine riesige Weltkugel!

00:13:05: Schön... Karo?

00:13:06: Zimmerpflanze oder Schnittblume?

00:13:09: Schwierig.

00:13:11: Zimmerpflanzen.

00:13:12: Gundola.

00:13:13: das letzte Buch was mich inspiriert hat hieß ...

00:13:16: Die Grube Von?

00:13:19: Weiß ich nicht es ist ein Kinderbuch Was ich umsetzen möchte.

00:13:23: Oh die Grube Anna.

00:13:27: An diesen Ort denke ich oft.

00:13:30: Heimat!

00:13:32: Wo ist die?

00:13:32: Bratislava.

00:13:36: Karo zu früh, zu spät oder pünktlich?

00:13:39: Knapppünktig.

00:13:42: Gundula!

00:13:43: Diesen Ort in Chemnitz zeige ich meinen Freundinnen.

00:13:47: Den Schlossteich.

00:13:49: Anna auf meiner Liste für die nächste Reise steht...

00:13:53: Paris!

00:13:55: Gundula – Für Chemnits wünsche ich mir…

00:13:58: mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt.

00:14:01: Yes!

00:14:04: Geschafft,

00:14:04: liebe Leute, das war eine Super Speedrunde.

00:14:07: Gunula, aus dem Jahr hier die Sparte übernommen.

00:14:11: Was waren denn so Stationen vor Chemnitz und was interessiert dich an der Position einer sparten Leitung?

00:14:18: Warum war es dann Zeit dafür

00:14:19: bzw.,

00:14:20: wie bist du dazu gekommen?

00:14:22: Ja, ich kann ja ein bisschen... also genau zurückblickend.

00:14:31: In den letzten zwei Jahren war ich in Halle.

00:14:34: Es gab so einmalig eine Art Studio wo wir Drei Studierende waren, die nach Halle gegangen sind und dort im Ensemble gespielt haben.

00:14:44: Und was total schön war, war dass da so Produktionen entstanden sind.

00:14:48: also wir waren auch beim Augenblick mal Festival mit der Produktion Osel und auf ganz vielen Festivals und ich konnte dann danach noch sehr gut von diesen Produktion leben weil sie einfach auch noch weiter liefen.

00:15:00: Wir haben die legendäre Buddenbruchs Inszenierung mit Muritz Ostmann gemacht, die sehr erfolgreich war.

00:15:07: Und genau, dann war ich erstmal ja freischaffend und bin nach Bautzen gegangen.

00:15:11: Das hat sich eher so ergeben weil mich jemand gefragt hatte dass sie da jemanden suchen und wusste gar nicht... Ich hatte keinen Plan!

00:15:18: Ich habe das einfach gemacht und dann war zwei Jahre in Bautsen und hab mich dann aber entschlossen.

00:15:24: Eigentlich wollte ich auch Sachsen weggehen und dann fragte mich jemand, ob ich nicht nach Zwickau kommen könnte.

00:15:29: Nämlich der zukünftige Leiter dort.

00:15:31: Das war damals Matthias Thieme, der übernahm die Leitung vom Schauspiel- und vom Puppenteater in Zwickauer.

00:15:36: und dann dachte ich, okay naja gut, dann gehe ich nach Zwickau!

00:15:40: Und da habe ich dann nach zwei Jahren auch eher... Bisschen wie die Jungfrau zum Kinder gekommen, bin ich irgendwie zur Spartenleitung dort gekommen.

00:15:48: Und da habe ich dort ein Jahr die Leitung übernommen und dann kamen Anrufe aus Chemnitz, ob ich nicht hier die Leitungen übernehmen können.

00:15:54: Das heißt es war eigentlich nie so eine bewusste Entscheidung dafür dass sich das jetzt machen will.

00:15:59: Es hat sich immer so ein bisschen ergeben und jetzt bin ich schon so lange in Sachsen tatsächlich!

00:16:04: Und hab dann die Leidung übergenommen.

00:16:05: zwischendurch habe ich noch drei Kinder bekommen.

00:16:08: Eigentlich war das immer mit dem Einstieg in die neue Stadt, weil ich dann erst mal wieder draußen war und mich um das Neugeborene kümmern musste.

00:16:20: Und wie würdest du beschreiben hat sich so die Sparte hier in Chemnitz über deine Leitung auch verändert?

00:16:27: Was war am Anfang da und was ist jetzt da?

00:16:31: Bevor ich hierher kam, war mein Fred Blank langjähriger Leiter der Sparte und die waren durchaus auch bemüht für eine breite Range von Publikum zu spielen.

00:16:42: Also die haben sowohl im Abendspielplan gespielt als auch für Kinder- und Jugendliche.

00:16:47: Und als ich dann kam hatte ich in meinem vielleicht auch ein bisschen jugendlichen Leichtsinn den Gedanken Ich mache jetzt alles anders und mache jetzt ganz viel politisches.

00:16:58: Theater Ist nur bedingt gut gegangen.

00:17:03: erst mal so am Anfang, weil ich schon merke das ist natürlich macht man ja auch Theater für die Stadt und es ist ganz wichtig sein Publikum mitzunehmen.

00:17:11: Und da einerseits zu gucken was wünschen sich die Menschen hier in der Stadt sind?

00:17:16: Was sind deren Themen?

00:17:18: Und gleichzeitig natürlich auch unsere künstlerischen Visionen und Ideen, was wir gerne machen möchten mit Einfließen zu lassen.

00:17:26: Das ist ja das Tolle sowohl am Puppenteater als auch wie ich finde im Kinder- und Jugendtheater, dass es sehr progressiv ist.

00:17:33: Ich finde, dass immer sehr am Puls der Zeit ist, was auch so formale Ästhetiken betrifft, Dinge auszuprobieren und immer wieder ganz nahe daran zu sein.

00:17:43: Ich glaube, es hat auch ein bisschen mit dem Ziel Publikum zu tun.

00:17:45: Wir spielen vornehmlich für Kinder und Jugendliche Weil man sich natürlich immer damit beschäftigt, was sind aktuelle Themen?

00:17:51: Was beschäftigt die?

00:17:52: Was sind auch zeitgenössische Seeweisen oder Sehgewohnheiten an die man sich ja auch anpasst.

00:17:58: Und sagen wir ensemble Größe hat sie sich verändert über die Zeit?

00:18:03: Ja ich glaube also ganz früher gab es hier auch schon mal

00:18:06: acht

00:18:07: glaub ich Puppenspielerinnen aber das war weit vor meiner Zeit.

00:18:10: Ich glaube als wir kamen waren es noch vier und wir hatten dann fünf Stellen.

00:18:16: Dazu kommt meine Position, die ich ja auch spielen kann und die Idee mit der Halbenstelle ist glaube ich ursprünglich mal aus einer Not entstanden.

00:18:26: Aber eigentlich gefällt mir das auch ganz gut weil wir natürlich mit einem größeren Ensemble also mit sechs Spielerinnen uns personell... Also es ist einfach noch diverser man kann sich mehr ergänzen.

00:18:38: Es gibt mehr Sichtweisen, mehr Farben innerhalb des Ensembles.

00:18:42: Man ist stärker als Gruppe natürlich auch, wir sind die kleinste Sparte im Haus.

00:18:47: Das

00:18:47: birgt auch wirklich Herausforderungen weil wir damit noch nicht so viele Erfahrungen haben.

00:18:51: also dazu kann sicherlich Karo auch was sagen mit ihrer halben Stelle.

00:18:55: das ist nicht ganz einfach dass auch zu händeln.

00:18:57: es ist fair für alle aber ich finde es eigentlich ein totalen Gewinn für uns.

00:19:03: Was ich glaube ich zum Ensemble auf jeden Fall sagen kann Wir sind ein sehr diverses Ensemble allein schon, glaube ich was so die künstlerischen Ausbildungs-Hintergründe betrifft.

00:19:13: Also die sechs, die wir jetzt da sind kommen zum Teil von der Schule in Berlin, von Ernst Busch, vom Teil von einer Schule in Stuttgart und ich, die ursprünglich eigentlich nicht aus dem Puppenspiel kommt sondern eher aus dem Schauspiel und da auch noch sehr aus der freien Szene Und das ist natürlich irgendwie finde ich einfach total schön dass das hier an dem Haus so gemacht wurde oder irgendwie so gemacht wird und da auch diese Offenheit dafür da ist, wirklich ganz unterschiedliche Herangehensweisen und auch unterschiedliche Erfahrungen zusammenzubringen.

00:19:44: Und das was Gondola gerade schon erzählt hat mit der halben Stelle die wir hier haben oder diesen zwei halben Stellen kann ich dazu sagen dass sich das total toll finde weil natürlich als ich hier ans Haus kam hatte ich halt auch einfach schon eine gewisse Arbeitserfahrung aus der freien Szene, hatte schon Projekte am Laufen.

00:20:03: Hatte auch schon Projakte ins Rollen gebracht für das Kulturhauptstadtjahr und konnte da auch einfach daran weiterarbeiten und gleichzeitig im Haus anfangen.

00:20:11: Warst du hier schon in Chemnitz vorher?

00:20:13: Ja!

00:20:14: Also ich bin schon seit Jahrzehnteinzwanzig in Chemnetz und zwei bis zweieinhalb Jahre später bin ich dann hier ans Haus gekommen.

00:20:21: Und wie seid ihr vielleicht sogar eingebunden in inhaltliche und strukturelle Gestaltungen der Sparte?

00:20:28: Könnt ihr auch ein bisschen Themen vorschlagen, die behandelt werden.

00:20:32: Ja ja voll!

00:20:32: Also das finde ich total super dass es so ist auch, dass wir vor vier Themen mitbringen können auch und die Möglichkeit haben so Sachen zu... bringen, die uns interessieren, worauf wir Bock haben.

00:20:51: Was in uns gerade aktuell drinsteckt und das ist total

00:20:56: schön.".

00:20:58: Also ich glaube, die Ideen, die gesammelt werden – das ist auch ein ganz proaktives Fragen von unserer Leitung!

00:21:05: Also jetzt grade sind wir dazu eingeladen, Ideen für die Spielzeit siebenundzwanzig acht und zwanzig eins zu bringen.

00:21:11: Das können sowohl thematische Ideen sein, das können aber Wünsche für Leute, mit denen wir gerne zusammenarbeiten wollen.

00:21:18: Als Regisseurin oder auch als Puppenbauerin sein und ansonsten haben wir regelmäßige Ensemble treffen.

00:21:25: Es gibt Premier-Anstammtische, also nach jeder Produktion.

00:21:28: Wenn die Premiere gefeiert hat, dann kommen wir zusammen und sprechen darüber wie war es für diejenigen, die in der Produktion waren?

00:21:35: Wie war's für diejenigen, die das gesehen haben?

00:21:38: Was nimmt man aus dieser Produktion an Erfahrung mit?

00:21:41: Das finde ich ist total bereichernd!

00:21:43: Es gibt aber auch ein Produktionscheckin während der Produkation.

00:21:47: Also dass man einmal innerhalb der Produktion mit den Spielerinnen zusammen kommt... Als

00:21:52: ganzes Ensemble?

00:21:53: Nee nur die Spiele in, die in der Produktion sind mit Gundl und Rieke.

00:21:58: Und dann kann man einmal drüber sprechen wie läuft es?

00:22:00: Gibt es irgendwelche Themen, die angesprochen werden müssen?

00:22:04: läuft irgendwas total gut, dann ist es super.

00:22:06: Dann ist das auch ein ganz kurzes Gespräch.

00:22:07: manchmal nur oder gibt Sachen wo man irgendwie sagt okay das hackelt vielleicht gerade noch ein bisschen wir wissen nicht richtig wie wir's ansprechen sollen oder so.

00:22:16: und das sind alles Formate die ich einfach total wertvoll finde und die ganz viel dafür sprechen glaube ich wie sehr wir eingebunden sind als Ensemble nicht nur in die thematische Ausrichtung der Sparte sondern halt auch in dass Wie wollen wir zusammenarbeiten?

00:22:31: Und das ist super viel wertfindig

00:22:33: Finde ich auch.

00:22:34: Das sind Formate, die sehr viel miteinander zu tun haben?

00:22:38: Habt ihr sie erlebt oder habt ihr euch die ausgedacht, Gondola?

00:22:43: Also das Check-in von dem Karokratischsprach, was wir so nach etwa zwei Wochen nach Prumstadt machen – das ist relativ neu noch!

00:22:52: Es gibt schon Haarhäuser, die das machen glaube ich.

00:22:54: Ich habe mir das jetzt aber nirgends vor abgeguckt, sondern es war eine Entscheidung nachdem wir eine Produktion hatten wo die Spieler im Anschluss und Premieren stammtisch erzählt haben wie schlecht es ihnen ging während der Probenzeit und ich hab' das nicht so mitgekriegt.

00:23:08: also auch wenn wir uns informell immer mal ausgetauscht haben weil mir die Dimension des Ganzen nicht bewusst und ich war so unzufrieden damit dass sich dachte ich kann's ja gar nicht mehr ändern Und es ist für den Regisseur oder die Regisseuren auch doof.

00:23:24: andersherum, weil wenn da offenbar eine Kommunikationsschwierigkeit ist.

00:23:29: Ist das ja auch für die Person doof?

00:23:31: Wenn man da sehr für beide Seiten... Es ist überhaupt nicht schön ganz unabhängig von dem Produkt was dann dabei rauskommt.

00:23:37: und dann habe ich gesagt dass es ja eigentlich total naheliegend unsinnvoll, dass man sich währenddessen relativ früh austauscht um bestenfalls noch Einfluss darauf nehmen zu können.

00:23:48: Deswegen habe ich dann das vorgeschlagen, ob wir das so machen wollen.

00:23:51: Und das machen wir jetzt aber wirklich auch erst seit letzter

00:23:53: Spielzeit.".

00:24:00: Vor ein

00:24:19: paar Jahren nicht so der Planergebnis zu kommen.

00:24:25: Ich bin im Brette Slava aufgewachsen in den Slavakern, da habe ich auch Popmenspiel erst mal studiert und dann habe ich in Stuttgart einen Erasmussemester gemacht was mich total inspiriert hat und dann bin ich nochmal nach Stuttgard gegangen um dann noch einmal Figur- und Theaterstudien zu können.

00:24:45: Dann gab es die Möglichkeit hier Vorsprechen zu machen und da dachten wir also, da waren wir drei aus dem Jahrgang.

00:24:55: Die wird doch okay!

00:24:55: Wir probieren das mal aus?

00:24:57: Warum denn

00:24:57: nicht?!

00:24:57: Wie war denn im dritten Jahrgang?

00:24:59: Und dann hat es geklappt und ich war... Also ich war da auch zum zweiten Mal in Chemnitz zu den Vorsprechen in meinem Leben.

00:25:10: Was mich da total interessiert hat, war tatsächlich dass es so viele Spaten hier gibt im Haus und das man hier diese ganze Spaten zusammen erleben kann.

00:25:22: Und das fand ich total spannend, was für mich interessant war auch zu merken, dass Chemnitz auch eine gewisse

00:25:32: Ähnlichkeit

00:25:33: hat mit meinem Heimat also mit der Slowakel oder Bratislava wahrscheinlich natürlich wegen der Geschichte.

00:25:43: Das war für mich auch total schön, dass Chemnitz für mich so eine Verbindung hatte zu meinem Heimatland.

00:25:52: Und jetzt denke ich das ist voll die richtige und gute Entscheidung war und freue mich sehr, dass ich

00:25:59: da bin!

00:26:01: Wenn du jetzt schon so lange da bist, Gondola hat sich Chemniz verändert in der Zeit?

00:26:05: Ich glaube ja... Die Kulturhauptstadt, eine große Marke, will ich sagen für die Stadt zumindest für dieses Jahr.

00:26:17: Es wird sich so ein bisschen zeigen wie nachhaltig das ist aber in dem Jahr und natürlich auch vorher weil wir sind ja eigentlich finde ich nicht erst seit zwanzig-fünfundzwanzig Kulturhauptstadt sondern es gab viele Jahre die wir daraufhin gearbeitet haben und tatsächlich wir als Kulturinstitutionen haben da einen großen Beitrag geleistet, vor allem der Intendant Dr.

00:26:40: Christoph Dittrich, der da ja ganz, ganz maßgeblich weit vorne mit war das voranzutreiben mit der damaligen Bürgermeisterin Barbara Ludwig.

00:26:49: die haben das sozusagen initiiert und da ist schon sehr viel passiert vor allem auch was ehrenamtliche Arbeit innerhalb der Stadt betrifft ein Bewusstsein für die Stadt und was man verändern kann.

00:27:00: danach waren wir noch Theater der Welt jetzt zwanzig sechsundzwanzig.

00:27:04: das war natürlich auf dem Boden der Kulturhauptstadt auch entstanden, weil wir sozusagen institutionell mit dem Büro der Kultur Hauptstadt quasi noch die Möglichkeit hatten das so zu planen.

00:27:16: Dass es überhaupt möglich ist umzusetzen und auch das war eine Festivalisierung in dieser Zeit wo viele Menschen nach Chemnitz gekommen sind und das macht natürlich was mit einer Stadt.

00:27:28: Aber es gibt natürlich auch andere Marken, wie zum Beispiel im Jahr two thousand eighteen.

00:27:32: Woher der große rechte Mob aufgezogen ist und das ist ja auch was, was sich von seit vielen, vielen Jahren durchzieht und immer wieder Thema ist und was mich auch beschäftigt und belastet.

00:27:43: Und auch gerade jetzt wenn wir nach Sachsen-Anhalt gucken zu den Wahlen und so dass wir natürlich alle voller Sorge sind, wie sich da die politische Situation hier verändern und weiterentwickeln wird Und das hat viel mit der Stadt zu tun, also wir haben ja auch

00:28:00: viel

00:28:01: früher uns bis heute eigentlich aber mit Institutionen in der Stadt mit dem Thema NSU beschäftigt.

00:28:09: Der ja mit seinem Unterstützer-Netzwerk auch hier in Chemnitz eine Zeit lebte und das ist was nicht einfach wegzuwischen ist weil es eben hier um Netzwerke geht.

00:28:21: So liebe Leute, wir haben die erste Etappe von Hände hoch erreicht und schreiten zur feierlichen Übergabe des Gesprächsstaffelstabs.

00:28:29: Der wird euch traditionellerweise weitergereicht in Form einer Frage von unserem letzten Gast der letzten Folge von Händenhoch!

00:28:37: Genau, in Folge twenty-two waren wir nämlich im wunderschönen Schweizer Ort Verschow.

00:28:42: Wo im Tal zwischen Fluss und Bergen die Akademie Adimitri liegt – eine Hochschule für Physikotheater!

00:28:49: Und dort haben wir unter anderem uns mit Nancy Fürst unterhalten.

00:28:53: Sie ist Regisseurin Schauspielerin Sängerin und Dozentin für Pantomime und Jean Larche an der Akadémie AdimITRI.

00:29:01: Und Nancy hat euch eine Frage dargelassen?

00:29:03: Seid ihr

00:29:04: bereit?!

00:29:04: Dann kommt jetzt...

00:29:11: Was ist das künstlerische Anliegen eures Puppenteaters und inwiefern spiegelt oder reagiert es auf aktuelle gesellschaftliche Themen?

00:29:25: Soll ich anfangen?

00:29:26: Das ist

00:29:28: eine riesige Frage.

00:29:29: Ja, auf jeden Fall!

00:29:32: Also was ich an unserem Genre ja so liebe, dass es so vielseitig Und mir geht es weniger darum, dass man jetzt eine konkrete Handschrift hat die wieder erkennbar ist im Sinne von das ist die Form des Chemnitzer Figurenteaters.

00:29:52: Sondern mein Wunsch ist eigentlich eben wie ich vorhin schon sagte mit so einem progressiven Blick viel verschiedenes auszuprobieren und die Möglichkeiten des Figurnteaters auszuloten über Objekteater, Figurnteater, Materialtheater.

00:30:09: Gerne bis ins Bewegungsteatereien gerne auch gemischt mit Musik und anderen Formen Erzählungen zu finden.

00:30:17: also mich interessieren immer Geschichten auch und natürlich Inhalte.

00:30:21: was wir erzählen wollen das muss nicht mit Sprache sein aber eben mit der Sprache des Theaters Und ich möchte gerne die Themen der Menschen für die wir spielen, aufgreifen.

00:30:36: Und da kommen wir vielleicht an die zweite Frage was auch gesellschaftspolitische Herausforderungen betrifft.

00:30:42: also Wir gucken immer sehr genau was ist gerade Thema?

00:30:47: Vielleicht natürlich auch was steht leider nicht so auf dem Plan finden wir aber wichtig.

00:30:53: Wir haben vor ein paar Jahren Ein Stück was mir sehr am Herzen lag so glücklich dass du Angst bekommst.

00:30:59: Das war eine Stückentwicklung, da ging es um vietnamesische Vertragsarbeit.

00:31:04: Wir haben

00:31:05: jetzt gerade ein Stück laufen, das heißt Versuche über meinen Großvater.

00:31:09: Das ist tatsächlich eine biografische Aufarbeitung meiner Geschichte zu meinem Großväter in der Auseinandersetzung mit Lehrstellen.

00:31:17: also wie gehen wir um?

00:31:19: Mit Geschichte... die sich im weitesten Sinne mit dem Nationalsozialismus auseinandersetzt, wo es aber vor allem auch darum geht was wir nicht wissen und wie wir mit diesem Nichtwissen mit vererbten Traumata umgehen.

00:31:33: Es geht ganz viel um Demokratiearbeit natürlich auch in den Produktionen für Kinder.

00:31:38: Wobei das jetzt überhaupt nicht darum geht dass wir hier irgendwie agit-prop Theater machen soll natürlich auch immer unterhalten und Spaß machen Aber es muss immer was sein, was uns thematisch auch interessiert.

00:31:49: Also thematische oder formal?

00:31:51: Du hattest ja vorhin schon gesagt das ist trotzdem auch wichtig seinen Publikum im Blick zu haben.

00:31:57: Wie setzt sich denn so das Chemnitzer-Publikum zusammen?

00:32:00: Was sind das so Erfahrungsgemäß für Menschen die zu euch zum Zuschauen kommen?

00:32:06: Also das sind natürlich ganz unterschiedliche Altersgruppen, weil wir von diesen fünf Spaten an diesem Haus natürlich auch das größte Angebot für Kinder und Jugendliche haben.

00:32:16: Von daher werden wir viel unter der Woche Vormittags von Kita- und Grundschulklassen besucht die halt mit ihren Betreuerinnen kommen.

00:32:24: Und da wir natürlich ja auch im Abendspielplan Vorstellungen haben gibt es Ein sehr loyales, finde ich Figurnteaterpublikum.

00:32:33: Und das Figurntheater in Chemnitz hat schon auch einfach irgendwie einen sehr guten Ruf.

00:32:39: Ich würde mal den Gesprächsstaffelstab an mich nehmen und noch ein bisschen dranbleiben an dem gesellschaftlichen und politischen Diskurs, den ihr in eurer Sparte immer wieder... anbietet und anstoßt.

00:32:54: Seit Beginn der Leitung, ich erinnere an das Festival Unentdeckte Nachbarn, was sich mit den NSU-Morden beschäftigt hat dann die Produktion Beate Uwe Uwe Selfie Click, die sehr erfolgreich und auch über die Horizonte des Figurnteaters sichtbar war.

00:33:14: Dann gab es euer Projekt über die Garagen in Ostdeutschland Auch die Aufarbeitung wie du's grad Benannt hast von Familienvergangeheiten während der Nazizeit.

00:33:23: Ihr gebt neben klassischen Märchen auch diesen wirklich schwierigen Themen, Raum im Spielplan und untersucht diese mit Mitteln des Puppen- und Figurnteaters was total spannend ist.

00:33:34: Und dieser Mut zu diesem Themen interessiert mich.

00:33:37: und daher stelle ich euch nun Die Frage der Kunstkollegen Warum sind politische Themen und deren Aufarbeitung für Euch wichtig?

00:34:01: Also ein wichtiges Stichwort dabei ist eben die Demokratiarbeit, die ich vorhin schon mal benannt habe.

00:34:08: Und das Schöne ist dass wir ja eigentlich eher Erzählräume suchen in denen wir Fragen stellen können.

00:34:19: Es geht ja gar nicht immer nur darum, auf alles eine Antwort zu haben.

00:34:22: Sondern einen Raum zu öffnen in dem man gemeinsam ins Gespräch kommen kann.

00:34:26: und das Theater ist glaube ich einer der letzten Räume an dem quasi analog Menschen zusammenkommen, gemeinsam etwas erleben, gemeinsam Emotionen haben Die Möglichkeit haben sich darüber auszutauschen und in den Dialog zu kommen.

00:34:48: Das gibt es ja gar nicht mehr so viel.

00:34:50: Wir haben noch die Möglichkeit, den Menschen nahezukommen und miteinander ins Gespräch zu kommen und den unterschiedlichen Perspektiven Raum zu geben einerseits und andererseits eben auch darüber streiten zu können und eine Streitfähigkeit zu haben und also dass ich nicht jeder ins private zurückzieht sondern diesen Raum Nutzt ist gerade auch in der Stadt wie Chemnitz, die eben auch von einer großen... Also ich weiß nicht, wie hoch der Altersdurchschnitt ist.

00:35:21: Aber es ist wirklich eine sehr alte Stadt wo ich schon den Eindruck habe die Menschen ziehen sich auch sehr zurück diesen Raum zu nutzen.

00:35:30: Und ich finde, man hat da auch eine Verantwortung natürlich und das geht eben, finde ich schon noch bei Kindern und Jugendlichen los also dass man auch Themen anspricht die vielleicht für einen selber Zuhause ein Thema ist.

00:35:41: Man aber gar nicht weiß, dass das vielleicht auch ein Thema is was über das eigene Private hinausgeht Auch wenn es mittlerweile das Internet gibt wo man viel erfahren kann.

00:35:50: Aber gerade bei Kindern ist das ja nochmal so.

00:35:52: ne andere Sache

00:35:53: Warum denkt ihr bieten sich doch schweren Brocken.

00:35:58: Die Mitte unserer Sparte an?

00:36:01: Ich finde, das ist total irgendwie... dass man mit den Mitteln also mit Materialobjekt oder eben Puppefigur irgendwas sehr Greifbares darstellen kann und sowas was sehr nahe bei den Menschen sein kann, dass die Menschen auch greifbar verstehen können oder dass sie das irgendwie genau greifen können.

00:36:26: Die Themen durch Material oder Puppe

00:36:32: etc...

00:36:34: Mir fällt dazu noch ein, dass wir ja das Stück über die Kindertransporte nachkommen werden.

00:36:40: Da arbeiten wir mit Vierfüßlerpuppen und das ist natürlich in dem.

00:36:47: Also in diesem Beispiel ist es natürlich so sehr eins zu eins.

00:36:51: Da fungieren die Puppen oder das Materialpuppe, stellt natürlich die Kinder da um, die es da geht und dass es trotzdem oder genau deswegen wahrscheinlich ist es so stark weil Ein Stück ist, wo wir gemerkt haben.

00:37:05: Da ist es auch immer supergut für uns Nachgespräche anzubieten weil da so viel Gesprächsbedarf ist nach den Vorstellungen und das Publikum uns oft spiegelt wow ich habe so mitgefühlt mit diesen Kindern die auf der Bühne sind die wir spielen die natürlich auch irgendwie diese Geschichte erzählen von den Kindertransporten, die es ja aus ganz vielen Städten gab während der NS-Zeit vor allem am Anfang oder zu Beginn des Krieges kurz davor.

00:37:35: Das ist zum einen natürlich... Ist das eine Chemnitzer Geschichte, weil es gab diese Kindertransporte aus Chemnitz heraus.

00:37:41: Es gab die aber auch aus ganz vielen anderen Städten.

00:37:43: deswegen ist es praktisch auch ein Thema was jetzt nicht nur Chemnits betrifft aber eben auch in Chemnids relevant ist und auch einfach noch nicht so viel erzählt wurde.

00:37:54: Das ist etwas was uns so klar geworden ist sowohl während der Produktion als auch im Nachgang wenn wir merken Was erzählt uns das Publikum in diesen Nachgesprächen nach den Vorstellungen?

00:38:05: Und ich finde, dass das Materialpuppe und in dem Fall eben diese Vierfüßler-Puppen da natürlich super toll sind.

00:38:12: Weil wir diese Kinder auf der Bühne haben und weil wir die animieren und lebendig machen können – und die sind da!

00:38:19: Ich glaube ein wichtiges Stichwort dabei ist diese Stellvertreterfunktion.

00:38:24: also, dass einerseits eben zum Beispiel Kinder oder wir haben auch bei diesem Stück über die vietnamesische Vertragsarbeit, wo die drei Vietnanesinnen quasi auf der Bühne stehen, deren Jugend sozusagen auch über Puppen dargestellt.

00:38:39: Da war für mich ein ganz großes Thema wie geht man mit Yellow Facing um und so weiter?

00:38:44: Was aber in der Darstellung von Puppem In der Zusammenarbeit mit den Frauen, die permanent in der Probenarbeit überprüfen können.

00:38:52: Das hätte ich so nie gesagt oder es hat nichts mit mir zu tun das immer überprüpen konnten.

00:38:58: Genau.

00:38:58: und dass man aber eben durch diese Stellvertreterfunktion einerseits Dinge darstellen kann wo ich sagen würde das können wir selber uns nicht anmaßen.

00:39:06: Das können wir nicht übernehmen.

00:39:08: Und andererseits hat natürlich das Material auch immer eine Objektivierung, die dazu führt dass man auch ein gewisser Distanz dazu hat.

00:39:16: Dass man eher drauf guckt, dass man diesen Brechchen-Verfremdungseffekt quasi ja als Zuschauer immer hat, dass wir also hier nicht vorspielen wie sind das jetzt?

00:39:26: Wir fühlen das jetzt ist unsere Geschichte sondern dass man eigentlich immer wie einen Forschungsgegenstand hat.

00:39:33: Wir haben die großen Brocken zerkleinert und festgestellt, vielleicht sind sie gar nicht so schwer im Magen.

00:39:39: Und wir kommen mal zu was leichterem!

00:39:43: Ich persönlich liebe ja Überraschungen – nicht nur im Theater und deswegen mag ich die nächste Kategorie ganz besonders, denn da haben wir die Hände hoch lostrommeln.

00:39:56: Die Fragen darin stammen von unserer Dozentin für Kulturmanagement Juliane Menel.

00:40:01: Als Projektmanagerin von Rimini-Protokoll kommt Jojana aus der gelebten Produktionspraxis und führt unsere Puppenspielstudierenden in die Welt des Projekts und Selbstmanagement ein.

00:40:12: Genau, ihr dürft jetzt eine Frage aus diesem wunderschönen Hände hoch Glas ziehen?

00:40:17: Seid ihr bereit?

00:40:18: Dann kommt hier...

00:40:22: Die Frage der

00:40:23: Kulturmanagerin.

00:40:37: Habt die Frage schon in der Hand?

00:40:41: Oh wow!

00:40:42: Das ist….

00:40:43: Oh wow, heißt sehr viel Text.

00:40:45: Ja genau!

00:40:48: An Gundula Hofmann.

00:40:50: im Moment wird im sächsischen Landtag der Doppelhaushalt zwanzig, siebenundzwanzig und achtundzwannzig diskutiert.

00:40:57: Für die Kultur sind dort massive Einschnitte vorgesehen.

00:41:01: Der Land des Verbandesachsen des Bühnenvereins dessen Vorstand Unter anderem auch der Generalinten dann der Theater Chemnitz Christoph Dittrich angehört, ist an den kulturpolitischen Debatten maßgeblich beteiligt.

00:41:16: Was denkst du?

00:41:18: Wie werden sich die Produktionsbedingungen für Kunst in Zukunft verändern?

00:41:25: Doch nicht so eine leichte Sache!

00:41:28: Also in der Frage steht ja schon ganz viel drinnen zur aktuellen Situation.

00:41:33: es gab Vor zwei Wochen eine Demonstration, wo ganz viele Künstlerinnen und Künstlern aus Sachsen sich in Dresden vom Sächsischen Landtag getroffen haben.

00:41:43: Und demonstriert haben für die Notwendigkeit, Wichtigkeit und Kraft der Kunst- und Kultur, der freien Theater-Szene, der städtischen Theater in Sachsen.

00:41:58: Wenn es zu den Einsparungen kommen wird wie es gerade gedacht gibt es wirklich erhebliche krasse Kürzungen und das kann dazu führen, dass zum Beispiel ein Theater wie in Blauen Zwickau die aktuell schon sehr auf der Kippe stehen.

00:42:18: dann an Insolvenz denken müssen und auch wir haben damit zu tun.

00:42:22: Also das hat aber nicht nur mit den Kürzungen zu tun, sondern auch mit den Tarifsteigerungen generell die absolut berechtigt sind.

00:42:31: Das möchte ich überhaupt nicht infrage stellen, die aber trotzdem die Theater an den Rand der Möglichkeiten bringt.

00:42:40: also es ist jetzt so ganz aktuell bei uns in Chemnitz dass es Verhandlungen geben soll dass es aktuell aber keine Einigungen dazu gibt und wenn es keinen Haustarifvertrag geben kann, das ist dann eben gegebenenfalls zu starken Einkürzungen kommen wird.

00:42:59: Es wird also erst mal dazu führen, dass Stellen nicht nachbesetzt werden und dann aber mittelfristig tatsächlich Stellen im großen Stil gekürzt werden.

00:43:10: Das wäre vielleicht noch ein wichtiger Punkt, dass die Arbeit im ländlichen Raum einfach eine ganz, ganz wichtige ist.

00:43:17: Gerade hier in Sachsen wie ich finde gerade aufgrund der politischen Situation hier in Saxon-Sachsen-Anhalt und darüber hinaus natürlich auch Und dass gerade auch die Arbeit von freischaffenden KünstlerInnen im ländlichen Raum, die gerade nach Corona da eigentlich stark eingetrungen sind.

00:43:34: Das finde ich ganz toll!

00:43:36: Die haben da ganz unfassbar viel Arbeit geleistet, die total notwendig ist und das wird es in dem Stil nicht mehr geben.

00:43:44: Kann man sich nichts vormachen?

00:43:45: Das wird so sein...

00:43:47: Weil diese ganzen Programme auf die man sich für Förderanträge bewerben kann auf der Kippe stehen, dass man die nicht mehr finanziert kriegt.

00:43:55: Das heißt eigentlich ist die freie Szene in der Stadt auch wahnsinnig in Gefahr?

00:44:02: Ja, total.

00:44:04: Also es kann man gar nicht anders sagen da stehen die freien Szene und das Stadteater nicht nur hier sondern ich glaube fast überall einfach vor sehr sehr ähnlichen Herausforderungen.

00:44:13: und ich glaube was in Chemnitz für die freies Szene auf jeden Fall Natürlich total toll war und jetzt aber auch dazu führt, dass man noch mal härter fällt ist natürlich dieses Kulturhauptstadtjahr.

00:44:24: Wo natürlich mehr Geld als sonst da war für freie Projekte und wo sich freie Kunstschaffende und vor allem auch Leute in der Freien Theater Szene auch nochmal krass professionalisiert haben mit größeren Teams arbeiten konnten, mit Produktionsleitungen zusammenarbeiten konnten die man sonst immer gar nicht bezahlen konnte Und jetzt natürlich vor der Herausforderung stehen, dass man eigentlich weiß und gezeigt hat hey wir können auch richtig große überregional strahlende Projekte machen.

00:44:50: Jetzt sind einfach super viel Gelder nicht mehr verfügbar oder Förderprogramme nicht mehr verfügbar.

00:44:56: die Kommune selber kann auch nicht mehr soviel Geld dazugeben.

00:45:00: gleichzeitig ist aber auch der Freistaat Sachsen mit der Kulturstiftung des Freistaates mit der KDSF kann auch nichts mehr so viel Geld geben.

00:45:08: also es Total das Gleiche in der freien Szene.

00:45:12: Und ich hab das Gefühl, dass es auch ganz wichtig ist, dass wir uns dazwischen der freie Szene und dem Stadttheater gut austauschen.

00:45:20: Weil vielleicht kann man ja auch Ressourcen teilen oder vielleicht kann eine gemeinsame Art des Sprechens oder Kämpfens oder wie auch immer irgendwie finden.

00:45:30: Ich glaube vor diesen Herausforderungen, vor denen wir alle stehen muss man sich krass verbünden.

00:45:36: Das ist wirklich ... Das Auftreten.

00:45:39: Wie macht man das gut?

00:45:40: Dass man als Riesen-Shift natürlich eine andere Aufmerksamkeit bekommt, ist aber überhaupt nicht.

00:45:46: darum geht dann die freie Szene platzumachen.

00:45:48: also wie nimmt man sich damit gegenseitig dass wir nicht gegen seitlich noch in so ne Konkurrenz geraten.

00:45:55: Dann kommen natürlich noch die ganzen auch sozialen Einrichtungen wo es ja genauso Kürzungen gibt.

00:46:01: Ich kann doch nicht sagen, es braucht kein Kindergarten damit wir mehr Geld kriegen oder kranke werden jetzt weniger versorgt.

00:46:09: Damit wir unser Theater machen können.

00:46:11: das ist man steht in Konkurrenz mit so vielen sozialen und kulturellen Einrichtungen auch Jugendarbeit

00:46:19: usw.,

00:46:20: die alle so unfassbar wichtig sind.

00:46:22: Und das ist echt ein Problem dass sobald man für sich kämpft man das Gefühl hat man nimmt jemand annahmen was weg.

00:46:29: Du hast von diesen Demonstrationen gesprochen, was sind so Momente wo ihr sagt da ist schon irgendwie das spürt ihr?

00:46:37: Dass da irgendwie so ein Gemeinschaft da ist die möglicherweise etwas entgegensetzen kann.

00:46:44: Ich würde behaupten dass die Kulturhauptstadt uns da total geholfen hat, dass wir eine andere Aufmerksamkeit bekommen haben insofern dass die Menschen auch gemerkt haben wie wichtig es für eine Stadt auch überregional Aufmerksamkeit zu kriegen.

00:47:00: Die fanden das toll, Gastgeber dieser Stadt zu sein und Menschen willkommen heißen zu können – auch Menschen die gar nichts mit Theater zu tun haben einfach nur Kultur!

00:47:09: In welche Ritzen innerhalb der Stadt dann Empowering auch der Bevölkerung zu sagen?

00:47:16: Das ist ein ganz großes Thema in Chemnitz wo immer gesagt wird es so eine Rohdiamant.

00:47:22: Also was ist das Besondere?

00:47:27: Wir haben kein Selbstbewusstsein gegenüber Leipzig und Dresden als Trittgröße statt Sachsens.

00:47:33: Wie kann man da quasi so ein Selbstbewusstein entwickeln?

00:47:39: Und ich glaube, dass da Kunst- und Kultur ein ganz wichtiger Hebel ist dass die Menschen, die dafür jetzt ein Bewusstsein bekommen haben in den letzten Jahren sich auch dafür einsetzen

00:47:52: werden.

00:47:53: Und das ist natürlich auch für politische Diskurse und Entscheidungen total wichtig und ganz wichtige Unterstützung auch weil wir es als Theater alleine nicht können.

00:48:02: Es geht ja gar nicht darum, dass wir einen selbst referenziellen Selbstzweck erfüllen sondern es geht immer darum, damit wir das Gefühl haben, es ist für die Stadt wichtig und natürlich auch als ein Standortfaktor der ja total zu sehen sein muss.

00:48:19: Ich würde einmal noch mal kurz einhaken in das, was wir gerade schon gehört hatten diese Groß-Events die gerade in Chemnitz stattfanden.

00:48:27: ihr könnt euch noch beziehen auf Kulturhauptstadt, aber ihr hattet auch gerade Theater der Welt zu Gast.

00:48:34: Das ist ja ein großes internationales Theaterfestival was alle zwei drei Jahre den Ort wechselt.

00:48:40: Im Jahr im Jahr ist es für mich sehr wichtig, dass man sich in den Städten und die Städte auf der Welt verwendet.

00:48:51: Das war das erste Mal, als ich mit meiner Frau kam.

00:48:54: Und dann habe ich auch noch ein paar Hände getroffen.

00:49:00: Ich hatte keine Ahnung, ob sie da waren oder nicht.

00:49:03: Die Produktionsteams mit begleitet haben, die haben auch Nachgespräche moderiert und Einführungen.

00:49:13: Aber die sparten Leiterinnen als auch die SpielerInnen waren eigentlich erst mal gar nicht involviert in diesem Prozess.

00:49:21: Es gab aber durchaus eben auch Künstlerinnen der Stadt, die in diese Prozesse involvieren waren zum Beispiel Caro.

00:49:28: Ich war auf zwei unterschiedliche Arten involviert.

00:49:31: Also ich habe einmal im Rahmenprogramm von Theater der Welt eine Lecture Performance gemacht zu Two Towns, zu dem Stück was sich für die Kulturhauptstadt letztes Jahr gemacht hat.

00:49:41: Das war die eine Art, auf die ich eingebunden war.

00:49:43: Das war auch die kleinere Art.

00:49:45: und die größere Art war, dass ich mit Cetjo Tamayo – das ist ein kolumbianischer Künstler – zusammengearbeitet habe an dessen Projekt was E-Arbeittheater der Welt gemacht hat.

00:49:55: Los Cuegos X Oximoron hieß es.

00:49:58: Und das war ein participatives Projekt wo über den Zeitraum von einer Woche ... mit Menschen aus Chemnitz zusammen eine Performance für den öffentlichen Raum erarbeitet wurde.

00:50:08: Los Ruegos heißt die Spiele auf Spanisch und es ging ganz viel darum, er kommt ursprünglich aus dem Fußball also eigentlich war Profifußballer und ist dann in den zeitgenössischen Tanz gewechselt und beschäftigt sich eben ganz viel mit der Frage Was ist eigentlich

00:50:27: spielen?

00:50:27: Wie spielen wir miteinander, wie kommen Gruppen von oder Menschengruppen zusammen die sich gemeinsam regeln für ein Spiel ausdenken.

00:50:35: Und das haben wir dann eben eine Woche lang mit Leuten aus Chemnitz.

00:50:39: Die Lust hat einen Teil dieser Performance und Teil dieses Projektes zu werden.

00:50:42: Haben wir das erarbeitet und ich war ursprünglich eigentlich nur als Support und Übersetzerin für Englisch- und Spanisch irgendwie geplant und dann war aber ganz schnell klar, nie ich spiel auch mit Ja, war natürlich für die auch cool weil ich mich gut auskannte mit so den Gegebenheiten vor Ort in Chemnitz.

00:51:00: Das war auch wiederum eine Kooperation zwischen dem ASAFF also einem Verein an Chemnits der ganz viel Kultur und Demokratiearbeit macht, die er da auch mitgearbeitet hat und eben Theater der Welt.

00:51:13: Und Anna hattest du ein Highlight vom Festival?

00:51:16: Also... Ich war als Zuschauerin dabei, weil ich da auch im Dschungelbuch drehen war und da haben wir ganz viel geprobt und dann gespielt.

00:51:28: Und genau also ich konnte nicht soviel sehen.

00:51:30: eigentlich wollte ich noch mehr sehen als ich gesehen habe aber ich habe auf jeden Fall ein paar Highlights.

00:51:38: Also einen von den Highlights ist auf jeden fall diese Vogue-Opa aus Südafrika.

00:51:45: Das war für mich total beeindruckend.

00:51:47: Dann auf jeden Fall noch das Pubenteater aus Indonesien, Paper Moon Puppet Theater.

00:51:55: Das war auf jeden fall auch ein Highlight.

00:51:58: Toll!

00:51:58: Toll, das war großartig

00:51:59: zu sehen.

00:51:59: Was haben die gemacht?

00:52:01: Streams of Memories.

00:52:03: Mit dir habe ich das große Glück gehabt, dass sich mit Papermund schon zusammenarbeiten durfte.

00:52:09: Mit den Retrofotouristen damals und obwohl wir die Produktion jetzt nicht sehen konnten – das Gaspiel haben wir mit Pambu, der auch mitspielt zum Glück uns treffen können in Berlin als er da war und es ist immer sehr besonders mit diesen Menschen zusammen zu kommen.

00:52:23: Fantastische Leute!

00:52:25: Papemund-Papete hätte schön, dass sie hier spielen konnten.

00:52:27: wie toll.

00:52:28: Und was ich noch ein schönes Erlebnis fand, wir haben ja mitunter auch damit zu tun, dass das Publikum bei bestimmten... Also wenn wir Reparaturtheater machen.

00:52:37: Das bestimmte Titel oder bestimmte Erzählweisen vielleicht auch erst mal nicht so gut laufen.

00:52:44: Dass wir nicht so gute Publikums dafür bekommen und ich fand, dass es da eine ganz große Offenheit

00:52:50: gab.

00:52:51: also allein wenn der Theater der Welt drauf steht dann meint man vielleicht doch erstmal okay das muss ja irgendwie etwas Gutes sein Und das fand ich fantastisch, aber auch.

00:53:00: Dass da irgendwie eine Neugier da war und dass die Leute egal ob das jetzt Puppentheater ist oder eben ne Vogue-Opera... Das es da ein großes Interesse und nur Offenheit gab und ich hoffe so bisschen, dass die Menschen das für sich auch mitgenommen haben als

00:53:15: Mensch.

00:53:15: Man kann doch auch mal zu Dingen gehen, die einem erst einmal vielleicht noch nichts sagen oder was einem noch unbekannt ist.

00:53:22: weil War mein Eindruck.

00:53:23: Es war nahezu fast alles ausverkauft und das fand ich ganz, ganz toll.

00:53:28: dass in diesen drei Wochen glaube ich waren es mit so unfassbar vielen Produktionen, dass es so viel Interesse gab und so viele Menschen gekommen sind um das zu sehen.

00:53:46: Und gleichzeitig schafft es Chemnitz nicht, sich um sein eigenes Theater zu kümmern.

00:53:51: So jedenfalls wirkt's wenn irgendwie so Vorschläge kommen wie wir legen die Pläne für das Schauspielhaus aufs Eis packen alle ins Opernhaus und alle teilen sich eine Bühne.

00:54:02: Das habe ich zumindest gelesen.

00:54:04: ist mein letzter Stand was so die Plänne der Stadt scheinbar sind.

00:54:08: oder wie geht das da aktuell gerade bei euch?

00:54:11: Was ist da der aktuelle stand?

00:54:14: Wie soll es weitergehen mit der Interimstätte und dem Schauspielhaus, wo ihr eigentlich mal wieder zurück wolltet?

00:54:22: Genau.

00:54:22: Es gab also diese Aussage des SPD-Mitgliedes, in der Stadtratssitzung sagte die Lösung könnte doch sein dass Schauspielenoper sich die Opernbühne teilen.

00:54:34: So schlimm das war... Hat es den Vorteil, dass es da einfach einen großen Aufschrei gab und damit auch eine große Aufmerksamkeit darüber zu sprechen.

00:54:43: Was wollen wir eigentlich für ein Theater in dieser Stadt?

00:54:46: Wofür steht die Stadt?

00:54:48: Was sind die Bedarfe und die Notwendigkeiten?

00:54:51: Und das einfach ganz klar war, dass da jemand so einer Aussage getroffen hat der überhaupt gar nicht weiß was das bedeuten würde wenn sich fünf Spaten eine Bühne teilen Da liest es auch, na ja.

00:55:01: Ach so Figurntäre, da gibt's auch noch Natura im Spinnenbau bleiben!

00:55:05: Was aber auch nicht geht ist... Genau und das hat also nochmal eine Debatte in Gang gesetzt die ich aber wichtig fand weil wir ja schon ne ganze Weile in dieser Interimsspielstätte jetzt sind und dass ein bisschen auf Eis lag weil eigentlich nur klar war Es kann nicht weiter gehen aktuellem Schauspielhaus im Alten weils dafür nicht genug Geld gibt.

00:55:24: Und es gibt aber eigentlich auch nicht genug geld um den Spinnbau so herzurichten dass wir hier auf einem anderen Niveau Kunst machen können.

00:55:33: Dazu gab es diverse Diskussionen mit Bürgerinnen der Stadt, in denen sozusagen auch deren Perspektive mit eingebunden wurde.

00:55:41: Es gab Architektenbüros die sich mit möglichen Plänen auseinandergesetzt haben und letztendlich sind wir da gelandet wo wir vor zehn Jahren schon mal waren nämlich eigentlich wäre es doch toll einen zentralen Standort zu haben neben der Oper wo es Theater geben kann, wo sich sozusagen alles bündelt.

00:56:00: Und das wäre total in unserem Sinne aber natürlich genauso nicht finanzierbar.

00:56:05: und dass ist vielleicht... bisschen die Schwierigkeit an dieser Interimsspielstätte, dass man jetzt in so einer Schwebesituation ist.

00:56:12: Weil man weiß es geht halt irgendwie.

00:56:14: deswegen läuft es so weiter und die Notwendigkeit, die Dringlichkeit ist offenbar zumindest von Seiten der Politik und der Stadt nicht da, da jetzt schnell und aktiv genug Geld in die Hand zu nehmen um einen Neubau zu ermöglichen weil das ist ja immer auch eine Entscheidung.

00:56:33: also einerseits Wie viel Geld haben wir aber andererseits auch?

00:56:37: Was will man sich als Stadt leisten und was ist einem wichtig.

00:56:41: Und das war nach dieser Kulturhauptstadt schon auch noch mal ein ganz schöner Einbruch für uns, dass diese Diskussion und die Entfragestellung des Schauspiels plötzlich so im Raum stand wo man denkt Boah!

00:56:53: Das ist echt ein Schlag ins Gesicht.

00:56:55: also Wir waren ja wirklich ein wichtiger Player in diesem Jahr und haben da wirklich all den Jahren davor schon und das dann so zu hören war schon ganz schön krass.

00:57:06: Um die Frage zu beantworten, wir wissen nicht so richtig wie es weitergeht.

00:57:09: Es wird erst mal hier weitergehen und das wird sich sicherlich auch in den nächsten Jahren erstmal nicht ändern.

00:57:16: Frustrient!

00:57:18: Aber ich versuch mal wieder ein bisschen... Wir haben es schon gehört ihr Menschen im Ensemble, ihr nähert euch Puppen- und Figurnteater aus vielen unterschiedlichen Richtungen.

00:57:28: Ihr habt alle unterschiedliche Backgrounds was die Ausbildung angeht.

00:57:32: Das finde ich total toll Und deswegen stelle ich euch jetzt

00:57:37: die

00:57:37: Frage aus der

00:57:39: Studierendenschaft.

00:57:43: Wie ergänzen sich eure Ausbildungshintergründe und wie findet ihr aber gemeinsam eine Ensemble Sprache?

00:57:51: Ich würde sagen, das ergänzt sich ganz schön!

00:57:55: Weil war wie viel so auch... Ja, uns sehen und...

00:58:01: Was haben wir denn für Hintergründe im Raum?

00:58:03: Wir haben bei euch im Ensemble die zeitgenössische Popenspielkunst der Hafis Ernst Busch vertreten.

00:58:09: Mit zwei Mitglieder innen und du und Claudia auch.

00:58:12: Also massiv von treten!

00:58:14: Dann

00:58:15: haben wir Stuttgart vertreeten mit dem Bachelor Figurnteater durch dich.

00:58:20: Und durch den Jakob

00:58:21: auch.

00:58:22: Genau dann haben wir Karo.

00:58:25: Ich hab Schauspiel studiert am Institut of the Arts in Barcelona.

00:58:28: Das war ein internationaler Studiengang, der aber sehr auf Arbeiten in der freien Szene ausgerichtet war.

00:58:33: und was ich immer merke ist das, was ich so reinbringe aus diesem kollektiven Arbeiten an der freie Szene, das funktioniert irgendwie auch super gut.

00:58:41: am Haus kommt glaube ich auch so oft die jeweilige Produktion an Aber ich habe das Gefühl dass da eine große Offenheit ist.

00:58:48: Natürlich haben wir unterschiedliche Ausbildungs-Hintergründe.

00:58:52: Und ich hab aber auch einfach schon ganz viele gelernt von meinen KollegInnen, also ich weiß auch noch in meiner ersten Produktion wo wir Tischpuppen hatten und das Geheimnis der Raunechte war ich auch einmal kurz irgendwie echt überfordert.

00:59:03: Also wow okay was mache ich hier eigentlich?

00:59:05: Ich weiß gar nicht wie das geht!

00:59:06: Und dann habe ich so zwei Workshop Nachmittage mit Claudia nochmal gemacht, wo wir einfach so ganz frei irgendwie erstmal mit diesen Puppen irgendwie ... und es so einfach beschäftigt haben.

00:59:18: Und ich gemerkt habe, krass!

00:59:21: Das muss ja gar nicht in einer bestimmten Form folgen, sondern es geht erst mal darum sich irgendwie der Puppe oder der Figur da dem Objekt anzunähern und dann zu gucken was kann die?

00:59:32: Was kann ich mit denen?

00:59:33: Also da lerne ich irgendwie auch super viel von meinen KollegInnen und ich hoffe dass ich genauso viel reinbringe was Leute von mir lernen können im Sinne wie arbeitet man eigentlich zusammen auf Augenhöhe?

00:59:46: Gab es Momente in der Zusammenarbeit, wo ihr euch gegenseitig überrascht habt?

00:59:52: Die ganze Zeit.

00:59:53: Ja genau!

00:59:54: Eigentlich die ganze Zeit, finde ich auch.

00:59:57: Ich fand bei dem Punkt-Punker-Maschstrich ganz schön mit Arne zusammenzuarbeiten.

01:00:03: das war für mich auch total inspirierend mit ihm und also ihn zu sehen wie er spielt.

01:00:10: So liebe Leute, bevor wir die letzte Runde unseres Podcasts Staffelaufs einleuten machen wir nochmal einen kurzen Boxenstopp in einer Kategorie.

01:00:19: Die nennt sich Tips and Tricks.

01:00:21: Hier sammeln wir so kleine Hacks für uns und unsere Zuhörende da draußen.

01:00:25: Als Mitglied eines Ensembles steht ihr möglicherweise manchmal zu Beginn einer Probenzeit vor einem Stoff der erstmal nicht so richtig wirkt als hätte er was mit euch zu tun.

01:00:37: Wie findet ihr trotzdem?

01:00:47: Das eine ist, dass die Permanente Auseinandersetzung mit dem Stoff natürlich die Distanz verringert und man kommt dem Ganzen näher.

01:00:55: Es muss irgendwie durch einen Durchgehen, dadurch fängt man an sich mit dem Stoff oder der Figur die man spielt trotzdem zu identifizieren.

01:01:03: Ich finde eine Distanz zu einer Figur eigentlich auch ganz interessant weil sie bestenfalls mir noch mal eine neue Perspektive eröffnet.

01:01:12: ich glaube wenn wir in Produktionen bisher zumindest in meiner Erfahrung irgendwie Ja, wie stecken geblieben sind oder so.

01:01:20: Dann hab ich das Gefühl war einfach immer, dass gemeinsam darüber sprechen.

01:01:24: Wie kann es jetzt weitergehen?

01:01:25: Wie kann diese Geschichte weiter gehen?

01:01:26: Was wollen wir da eigentlich erzählen?

01:01:28: Worum geht's eigentlich?

01:01:29: Das hat irgendwie immer krass geholfen.

01:01:31: Also wirklich in den ganz offenen Austausch mit den KollegInnen im Produktionsteam zu gehen.

01:01:39: Ich glaube man soll dran bleiben und dem Prozess ... Vertrauen, das Vertrauen finde ich total wichtig.

01:01:49: Ich finde es auch ganz wichtig so einen Raum entwickeln zu können mit dem ganzen Team wo man zusammen in das Thema und in den Stoff rein geht.

01:02:02: So, es ist soweit.

01:02:03: Wir sind an der letzten Station dieser Folge angekommen – der feierlichen Übergabe des Gesprächsstapfelstabs und diese wird in Form von einer Frage von Folge zu Folge und von Gast zu Gast weitergereicht und die Frage kommt natürlich jetzt nicht von uns sondern von euch!

01:02:18: Ganz genau!

01:02:19: Und in Folge twenty- vier und damit auch dem Finale der dritten Staffel Haben wir drei KünstlerInnen zu Gast, die sich intensiv mit Puppenbau und der Vermittlung von Grundlagen des Puppembaus beschäftigen.

01:02:32: Und diese drei KünderInnen sind tatsächlich auch ein überaus hochgeschätzter Teil unseres Kollegiums an der Abteilung für zeitgenössische Puppenspielkunst in Berlin.

01:02:43: Wir freuen uns auf die Begegnung vor den Mikros mit Ingo Meves, unserem langjährigen Werkstattleiter der Puppenbauwerkstatt.

01:02:50: Er ist ausgebildeter Puppenspieler, begnadeter Ingenieur und Forscher an neuen Form.

01:02:56: Ihn begleiten werden Magdalena Roth – sie ist selbst Puppenzpielerin und Puppembauerin – und kümmert sich neben der Vermittlung von künstlerisch gestalterischen Grundlagen an unsere Studis auch um den Puppenfundus.

01:03:08: Dies gemeinsam mit dem Puppe-Bauer, Synograph und bildenden Künstler Jonathan Gentilon.

01:03:13: Wir tauchen mit Ihnen in die Vielfalt auch an Herangehensweise, an Puppenbau ein.

01:03:18: Habt ihr denn eine Frage an die drei?

01:03:20: Dann kommt hier...

01:03:30: Mich würde total interessieren da es ja bisher keinen Studiengang oder konkrete Ausbildung für PuppENbau gibt.

01:03:38: Würde ich gerne wissen wie würdet Ihr so einen Studiengang und eine Ausbildung aufbauen?

01:03:42: was wäre euch darin wichtig zu vermitteln, wenn man das studieren könnte, Puppen zu bauen.

01:03:48: Das ist eine super Frage!

01:03:50: Die nehmen wir sehr gerne mit nach Berlin.

01:03:52: Vielen Dank und mit dieser Frage sind wir nun leider schon am Ende dieses Gesprächs angelangt.

01:03:59: Liebe Gundula, liebe Annal, liebe Caro vielen vielen dank für dieses tolle Gespräch.

01:04:04: etwa super schöne Wesen.

01:04:05: Danke schön

01:04:07: es ging voll schnell

01:04:08: vorbei

01:04:10: Und wenn ihr da draußen in Zukunft keine Folge von Händehof verpassen wollt, dann abonniert diesen Podcast und lasst einen Gruß dar-und ein Like.

01:04:18: Und schickt euch das Ding einmal quer durchs Internet!

01:04:20: Ihr kennt den Social Media Flughafen.

01:04:22: zum Gate geht's nur mit Likes...

01:04:29: In dieser Ausgabe stehen die kommenden freien Diplome im Zentrum.

01:04:41: Alle Infos findet ihr auf der Website, den Link dazu gibt's in den Shownotes.

01:04:46: Dort stehen auch alle Infos für ein Studium der zeitgenössischen Puppenspielkunst an der Ernst Busch.

01:04:51: Die Website vom Figur- und Theater Chemnitz verlinken wir euch ebenfalls in den shownotes – schaut gern vorbei!

01:04:56: Und

01:05:06: folgt uns auch gerne bei Instagram, da könnt ihr uns auch direkt schreiben.

01:05:10: Da teilen wir auch das ein oder andere Reisefoto von hinter den Mikros at.

01:05:14: Händeunterstrich hoch heißen wieder

01:05:17: also

01:05:18: teilt hört weiter abonniert uns auf Spotify oder wo auch immer ihr uns gerade hört.

01:05:22: und nochmal ein ganz herzliches danke an euch hier Und euer Team in Chemnitz und ans ganze Ensemble.

01:05:30: Toi, toi, toi für alles!

01:05:31: Toi toi, dass wir gut durch diese Zeit kommen.

01:05:34: Ich bin davon überzeugt, dass unsere Kunst den Bogen schafft.

01:05:38: Und ich fand eine viel leistende, alle fantastische Arbeit.

01:05:41: Danke euch!

01:05:42: Danke für eure Interesse!

01:05:44: Ihr da draußen macht's gut!

01:05:46: Wir hören uns wieder zur nächsten Folge von

01:05:49: Hände hoch!

01:05:53: Ja, super.

01:05:55: Geschafft!

01:05:56: Toll, vielen Dank!

01:06:00: Kriegt ihr da sowas eigentlich?

01:06:01: Kriegt die Feedback?

01:06:04: Seit Instagram ja!

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